Sport | Fußball
18.01.2019

Arnautovic-Transfer nach China angeblich geplatzt

Laut "The Sun" sei Shanghai SIPG nicht mehr an der Verpflichtung des West-Ham-Spielers interessiert.

Laut der englischen Tageszeitung The Sun ist der Wechsel von Marko Arnautovic von West Ham zu Shanghai SIPG geplatzt. Demnach soll der chinesischer Meister das Interesse an Österreichs Fußballer des Jahres verloren haben.

Zudem berichtete die Zeitung, dass Arnautovic am Samstag auswärts gegen Bournemouth nicht im Kader steht, da er gemäß einer nicht genannten Quelle "nicht in der geistigen Verfassung ist, zu spielen".

Wenige Stunden zuvor hatte West-Ham-Trainer Manuel Pellegrini Arnautovics Transfer nicht mehr kategorisch ausgeschlossen. Ohne seine Einwilligung werde der Stürmer nicht verkauft, monierte der Trainer des englischen Premier-League-Klubs am Donnerstag. Jedoch merkte Pellegrini auch an: "Wenn es ein guter Deal für beide Seiten ist, werden wir uns darauf einstellen, ohne Marko auszukommen."

Verständnis

Der ehemalige Real-Madrid-Trainer, von 2016 bis zum Vorjahr selbst bei Hebei China Fortune unter Vertrag, brachte für wechselwilligen Wiener Verständnis auf. "Wenn man so ein hohes Angebot hat, würde jeder wechseln wollen", sagte er. Chinas Spitzenclub Shanghai SIPG soll Arnautovic mit einem Vierjahresvertrag locken. Der 29-Jährige würde laut Medienberichten 220.000 Euro pro Woche und damit doppelt so viel wie bei West Ham verdienen. Arnautovics Vertrag beim Klub aus London läuft noch bis 2022.

Der Neunte West Ham würde mit einem Erfolg in Bournemouth den einstelligen Tabellenplatz halten. Liverpool will an der Spitze den Vier-Zähler-Vorsprung auf den ersten Verfolger Manchester City mit einem Heimsieg über Crystal Palace wahren. City ist erst Sonntag bei Schlusslicht Huddersfield im Einsatz. Arsenal spielt im Schlager gegen Chelsea und läuft Gefahr, bei einem Punkteverlust hinter Manchester United zurückzufallen. Die derzeit sechstplatzierten "Red Devils" peilen im Old Trafford gegen Brighton den siebenten Sieg im siebenten Pflichtspiel unter Interimstrainer Ole Gunnar Solskjaer an. Der Norweger würde seinen klubinternen Startrekord damit ausbauen.

"Sechs-Punkte-Spiele" für Hasenhüttl

Am anderen Ende der Tabelle geht es für Ralph Hasenhüttl mit Southampton um wichtige Zähler. Zwar setzte es am Mittwoch das Aus im FA-Cup, der Steirer darf sein bisheriges Engagement beim Abstiegskandidaten dennoch als gelungen bezeichnen. In sieben Auftritten in der Premier League unter Hasenhüttl haben die Saints dreimal gewonnen und ein Remis geholt. Gegner waren dabei auch die Spitzenclubs Arsenal (3:2), Manchester City (1:3) und Chelsea (0:0). Drei Siege hatte auch Vorgänger Mark Hughes erreicht - nach einer Amtszeit von 22 Spielen.

Hasenhüttl gelang es vor allem, die Mannschafte defensiv zu stabilisieren. "Der Unterschied ist unglaublich. Wir haben nun Struktur und einen klaren Plan, was mit und ohne Ball zu tun ist", sagte Mittelfeldspieler James Ward-Prowse, zuletzt Torschütze beim 2:1 gegen Leicester. Hasenhüttl verstehe es, das Beste aus den Spielern herauszuholen. Am Samstag geht es für den Tabellen-16. zu Hause gegen den Zehnten Everton.

Mit einem Sieg könnte sich der Klub aus Südengland ein wenig von den Abstiegsrängen absetzen. Danach geht es gegen Crystal Palace (aktuell 14.), Burnley (15.) und Cardiff City (17.). "Nun kommen die Spiele, die wir gewinnen sollten, in denen wir konstant Punkte mitnehmen sollten", sagte Hasenhüttl zur Marschroute. Gegen gute Mannschaften habe man gezeigt, mithalten zu können. "Jetzt geht es gegen Gegner in unserem Bereich. Diese Spiele sind sehr wichtig, es sind Sechs-Punkte-Spiele."