Unglückliche Premiere: Manfred Nastl als Chefcoach

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Sport Fußball
11/23/2020

Frust bei Rapid: "Am Thema Platz eins kann es nicht gelegen sein"

Nach dem 3:4 von Rapid in Ried: Manfred Nastl haderte mit der vergebenen Chance und seinem erstmaligen Einsatz als Kühbauer-Ersatz.

von Alexander Huber

Zuerst die verpatzte Premiere als Chefcoach und dann auch noch die Aussicht auf eine Analyse mit dem erkrankten Trainer Didi Kühbauer. „Wir werden ein längeres Gespräch führen und das gemeinsam analysieren. Es hat sicher schon schönere Anrufe gegeben“, sagte Manfred Nastl nach dem 3:4 von Rapid in Ried und rang sich ein gequältes Lächeln ab. 

Der langjährige Kühbauer-Assistent erkannte: „Es ist nicht schön, wenn du einmal der Letztverantwortliche bist und dann verlierst du.“ Noch dazu, wenn die Mannschaft mit mehr Risiko als unter Kühbauer üblich auf das Feld geschickt wurde.

Das Loch ohne Ljubicic

„Wir waren zu dumm für Platz eins“, urteilte Max Hofmann. Der Verteidiger wird bis Jahresende den verletzten Dejan Ljubicic als Kapitän vertreten. Als Sechser, der die Defensive mit der Offensive verbindet, ist Ljubicic bereits beim ersten Spiel ohne ihn schmerzlich abgegangen.

Sicher ist Nastl, dass die Chance auf Platz eins nicht zum unkonzentrierten Auftritt geführt hat: „Am Thema Tabellenführung kann es nicht gelegen sein. Wir reden vom achten Spieltag – natürlich wollten wir den ersten Platz, aber das löst doch jetzt noch keinen Druck aus.“

Rückblick

Am 29. Juli 2018 war Rapid zuletzt Tabellenführer. Das war nach  einem 3:0 bei der Admira unter Trainer Djuricin und der ersten Runde – ebenso wie 2016: Beim ersten Pflichtspiel im Allianz Stadion unter Coach Büskens wurde Ried mit  einem 5:0 abgefertigt. An  Ried-Coach Christian Benbennek werden sich nur noch eingefleischte Fans  erinnern.
Auf Platz eins nach mehr als einer Runde standen die Hütteldorfer übrigens zuletzt vor viereinhalb Jahren, im Frühjahr 2016 – mit Trainer Zoran Barisic.

Rieds Siegertaktik

Gerhard Schweitzer, der für den an einer Lungenentzündung laborierenden Gerald Baumgartner eingesprungen war, ist natürlich stolz, die richtige, mutige Taktik gewählt zu haben: „Wir haben Rapid so gut analysiert, dass die Spieler überzeugt waren: So, und nur so, kann es gehen.“
Entscheidend war das aggressive Pressing, die vielen Sprints in die Tiefe und die Stärke bei den Standards, die zu einem echten Problem der Hütteldorfer geworden sind.

Faktor Arase

Ein spannendes Detail seiner Vorbereitung verriet Routinier Schweitzer noch: „Zwei Spieler verändern das Rapid-Spiel sehr, wenn sie dabei sind. Das sind Mateo Barac und Kelvin Arase.“
Arase ist der nächste Rapidler, der nach einem U-21-Spiel nicht einsatzfähig zurückkam. Ob der vielseitige Rackerer mit nach Irland zum vorentscheidenden Europa-League-Spiel gegen Dundalk fliegen kann, ist noch offen.

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