Europa-League-Titelfavorit Arsenal London

© Action Images via Reuters / MATTHEW CHILDS

Sport Fußball
04/19/2019

Fixer Europacup-Gruppenplatz: Österreichs Vizemeister zittert

Der Zweite ist nur fix in einer Gruppenphase, wenn sich der Europa-League-Gewinner für die Champions League qualifiziert.

von Stephan Blumenschein

Österreichs Meister weiß noch nicht, ob er in der kommenden Saison nun fix in der Gruppenphase der Champions League (CL) dabei ist oder nicht doch schon im Play-off in den Bewerb starten muss. Eine Gruppenphase hat dieser aber zumindest fix. Sollte es nicht mit jener in der Champions League klappen, dann spielt der Meister im Herbst 2019 wenigstens in der Gruppenphase der Europa League (EL) mit.

Österreichs Vizemeister (höchstwahrscheinlich der LASK) weiß noch nicht einmal das. Fix ist nur, dass der Zweitplatzierte im Sommer an der CL-Qualifikation teilnimmt. Aber in welcher Runde dieser dann in den Bewerb einsteigt, hängt davon ab, ob der Europa-League-Sieger 2019 seinen Fixplatz in der CL-Gruppenphase benötigt oder sich nicht auch über seine nationale Liga für diese qualifiziert. Sollte letzteres passieren, würde Österreichs Tabellenzweiter davon profitieren.

Dieser müsste dann nämlich nicht schon in der 2. CL-Qualifikationsrunde mitspielen, sondern wäre erst in der 3. CL-Qualifikationsrunde im Einsatz. Dies hätte einen angenehmen Nebeneffekt. Der Vizemeister wäre dann in jedem Fall schon für die EL-Gruppenphase qualifiziert, auch wenn man schon beim ersten Antreten ausscheiden würde. Im anderen Fall bekommt man beim Ausscheiden in der 2. CL-Qualifikationsrunde zwar eine zweite Chance, müsste aber in der EL-Qualifikation erst zwei Runden überstehen.

Seit Donnerstagabend stehen die vier EL-Semifinalisten fest, der KURIER gibt den Überblick, wie groß ihre Chancen sind, sich auch über die eigene nationale Liga für die Champions-League-Gruppenphase zu qualifizieren …  

  • Eintracht Frankfurt:

Das vom Vorarlberger Adi Hütter betreute Überraschungsteam liegt auch in der Deutschen Bundesliga aktuell auf Kurs Champions League. Die Eintracht ist Vierter - und damit auf einem jener vier Plätze, die eine direkte Qualifikation für die CL-Gruppenphase bedeuten. Der Vorsprung auf den Tabellenfünften Borussia Mönchengladbach beträgt allerdings nur einen Punkt. Fünf Runden sind noch zu spielen. Für die Frankfurter geht es am Montag in Wolfsburg weiter, im Europa-League-Semifinale treffen sie auf Chelsea London und haben im Hinspiel am 2. Mai Heimrecht.

  • Chelsea London:

Der EL-Semifinal-Gegner der Eintracht kämpft in der Premier League ebenfalls um die direkte Champions-League-Qualifikation. Die Westlondoner sind aktuell Tabellenfünfter punktgleich mit dem Vierten Arsenal, zwei Punkte hinter dem Tabellendritten Tottenham und einen Punkt vor dem Sechsten Manchester United. Allerdings hat Chelsea, das am Montag vor einem Pflichtsieg gegen Nachzügler FC Burnley steht, ein Spiel mehr als die drei Konkurrenten ausgetragen.

  • Arsenal London:

Auch der EL-Titelfavorit Nummer 1 gehört also zu jenen vier Teams, die in der Premier League um die zwei noch freien Tickets für die CL-Gruppenphase spielen. Für den Tabellendritten geht es am Sonntag mit einem Londoner Derby weiter. Crystal Palace gastiert im Emirates Stadium im Norden der englischen Hauptstadt. Im Europa-League-Semifinale ist der FC Valencia der Gegner der Gunners, die im Hinspiel am 2. Mai Heimrecht haben.

  • FC Valencia:

Die spanische Liga ist der Dominator in der Europa League. In diesem Jahr stellt die Primera Division mit dem FC Valencia allerdings nur einen Semifinalisten. Der UEFA-Pokal-Sieger von 2005 kann sich auch noch über die Liga für die Champions-League-Gruppenphase qualifizieren, hat aber momentan keine guten Karte. Der Tabellensechste liegt aktuell drei Punkte hinter dem Vierten FC Sevilla. Drei der vier Champions-League-Startplätze für Spanien sind schon an FC Barcelona, Atletico Madrid und Real Madrid fix oder zumindest so gut wie fix vergeben.

Fazit: Die Chance, dass der Europa-League-Gewinner seinen Fixplatz in der CL-Gruppenphase nicht braucht, stehen also nicht schlecht. Sollte es anders kommen, könnte es eine durchaus kuriose Situation geben: Sollte nämlich Salzburg das Cup-Finale gegen Rapid gewinnen, wäre es dann so, dass der Drittplatzierte fix in der Europa-League-Gruppenphase wäre, der Vizemeister hingegen nicht. Der müsste erst entweder einen Gegner in der Champions-League-Qualifikation oder bei einem Ausscheiden in der 2. CL-Qualifikationsrunde zwei Gegner in der EL-Qualifikation überstehen, um fix in einer Gruppenphase zu sein.

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