Nenad Bjelica führte auch Zagreb in die Champions League.

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Sport Fußball
08/27/2019

Ex-Austrianer erreichen mit Dinamo Zagreb die Champions League

Trainer Nenad Bjelica, Emir Dilaver und Marin Leovac setzten sich im Play-off gegen Rosenborg Trondheim durch.

von Stephan Blumenschein

Vor einem Jahr war Dinamo Zagreb noch im Play-off am Schweizer Meister Young Boys Bern gescheitert, in diesem Jahr ist der kroatische Meister zum insgesamt siebenten Mal in der Champions League dabei. Nach dem 2:0-Sieg im Heimspiel am vergangenen Mittwoch reichte im Rückspiel am Dienstag bei Rosenborg Trondheim ein 1:1-Unentschieden.

Trainer Nenad Bjelica, der die Wiener Austria im Sommer 2013 im Play-off gegen Dinamo Zagreb in die Gruppenphase der europäischen Eliteliga geführt hatte, setzte auch in Norwegen auf Marin Leovac und Emir Dilaver in der defensiven Viererkette. Und die beiden Ex-Austrianer hatten auch gleich  viel zu tun, denn Rosenborg erzeugte besonders in der ersten Hälfte viel Druck. Doch mehr als ein Tor durch Babajide David (11.) wollte den Trondheimern nicht gelingen.

Nach der Pause war die Partie dann ausgeglichener. In der 71. Minute fiel dann die Entscheidung: Der Bosnier Amer Gojak, der erst kurz zuvor eingewechselt worden war, erzielte mit einem wunderschönen Weitschuss den Ausgleich und schoss die Zagreber in die Gruppenphase. Sowohl Dilaver als auch Leovac sahen die Gelbe Karte. Dinamo ist bei der Auslosung der Gruppenphase der Champions League am Donnerstag (18 Uhr) im dritten Topf und kann deshalb nicht auf Österreichs Meister Salzburg treffen.

Ohne Sieg weiter 

Salzburg-Schreck Roter Stern Belgrad hat auch die Hürde Young Boys Bern genommen und steht erneut in der CL-Gruppenphase. Wie vor einem Jahr gegen den österreichischen Meister, damals endeten die Spiele 0:0 in Serbien und 2:2 in Österreich, kamen die Belgrader im Play-off ohne Sieg weiter. Gegen den Schweizer Meister reichte nach einem 2:2 in Bern am Dienstag ein 1:1-Remis im Rückspiel. Roter Stern könnte übrigens in der Gruppenphase auf Salzburg treffen, ist man doch bei der Auslosung nur in Topf 4.

Keine Probleme hatte Olympiakos Piräus mit Krasnodar. Gegen den Klub des Ex-Salzburgers Wanderson, der in der 3. Qualifikationsrunde sensationell den FC Porto ausgeschaltet hatte, gab es nach dem 4:0-Heimsieg auch einen 2:1-Auswärtssieg.

Am Mittwoch werden in den Duellen Club Brügge gegen LASK (Hinspiel: 1:0), Ajax Amsterdam gegen APOEL Nikosia (0:0) und Slavia Prag gegen CFR Cluj (1:0) die letzten drei Startplätze in der Champions League 2019/'20 ausgespielt.

Topf 1
FC Liverpool (ENG)            
Chelsea (ENG)  
FC Barcelona (ESP)
Manchester City (ENG)
Juventus Turin (ITA)
Bayern München (GER)       
Paris Saint-Germain (FRA)              
Zenit St. Petersburg (RUS)             

Topf 2
Real Madrid (ESP)
Atlético Madrid (ESP)
Borussia Dortmund (GER)
Napoli (ITA)
Schachtar Donetsk (UKR)
Tottenham Hotspur (ENG)
Ajax Amsterdam* (NED)
Benfica Lissabon (POR)  

Topf 3
Olympique Lyon (FRA)
Bayer Leverkusen (GER)              
FC Salzburg (AUT)
Olympiakos Piräus (GRE)  
Club Brügge* (BEL)
Valencia (ESP)
Inter Mailand (ITA)  
Dinamo Zagreb (CRO)

Topf 4
Lok Moskau  (RUS)
Racing Genk (BEL)
Galatasaray Istanbul (TUR)
RB Leipzig  (GER)
Slavia Prag* (CZE)  
Atalanta Bergamo (ITA)
OSC Lille (FRA)
Roter Stern Belgrad (SER)

* im Play-off (Spiele am Mittwoch)