Stefan Ilsanker, Aleksandar Dragovic und Valentino Lazaro sind so gut wie dabei bei der EURO 2022. 

© APA/ROBERT JAEGER

Sport Fußball
10/16/2019

EURO 2020: Wer ist dabei, wer zittert noch um ein Ticket?

Nach der achten Runde stehen fünf Nationalteams als EM-Teilnehmer fest. Einige große Namen sind noch nicht durch.

von Mirad Odobasic

Am Dienstagabend hat der ehemalige Welt- und Europameister Spanien die Teilnahme an der Fußball-EM im kommenden Jahr vorzeitig perfekt gemacht. Spanien ist eines von fünf Teams, das ein EURO-Ticket bereits nach der achten Runde in der Tasche hat. Einige Großkaliber wie der amtierende Europameister Portugal müssen zittern. Ein Überblick: 

Gruppe A: 

England konnte seine Spitzenposition mit einem furiosen 6:0-Sieg in Bulgarien, der von einem Rassismus-Eklat überschattet wurde, behaupten. Die "Three Lions" (15 Punkte) setzten sich vor den letzten beiden Spielen drei Punkte von den Tschechen (12) ab. Der Kosovo (11) ist nach einem 2:0-Erfolg gegen Montenegro auch noch im EM-Rennen. In der kommenden Runde (14.11) empfangen die Engländer Montenegro, die Tschechen haben die Kosovaren zu Gast. 

Gruppe B: 

Die Ukraine hat sich am Montagabend das EM-Ticket gesichert und gleichzeitig den Gruppensieg fixiert. Die Ukrainer setzten sich gegen Europameister Portugal in Kiew mit 2:1 durch und sind nach dem sechsten Sieg weiter ohne Niederlage. Die Portugiesen verloren erstmals, sind aber als Pool-Zweiter weiter auf Endrundenkurs. Der Vorsprung der Portugiesen auf die drittplatzierten Serben, die in Litauen einen 2:1-Sieg feierten, schrumpfte zwei Spiele vor Schluss auf einen Punkt. In der nächsten Runde hat Portugal die Litauer zu Gast, Serbien empfängt Luxemburg

Gruppe C: 

Ein Zweikampf hat sich in diesem Pool abgezeichnet. Die Niederländer und die Deutschen liegen nach sechs absolvierten Spielen mit je 15 Punkten gleichauf, doch auch Nordirland (12) rechnet sich trotz der neuesten 1:3-Niederlage in den Niederlanden Chancen aus. Der nächste Spieltag sollte neue Erkenntnisse bringen, denn die Nordiren haben die Oranje zu Gast, die Deutschen mit den abgeschlagenen Weißrussen die deutlich leichtere Aufgabe. 

Gruppe D: 

Die Schweizer sind seit Dienstag dank eines Heim-2:0 über Irland wieder auf Kurs. Die Iren drohen nun die Europameisterschaft zu verpassen. Die zweitplatzierten Inselkicker haben bei einem Punkt Vorsprung auf die Schweiz nur noch das Heimspiel gegen Spitzenreiter Dänemark (15.11) zu absolvieren, die Schweiz wäre mit Siegen über Georgien (15.11) und Gibraltar fix qualifiziert. 

Gruppe E: 

Noch alles offen ist in diesem Pool. Vize-Weltmeister Kroatien (14) verteidigte mit einem 1:1 in Wales (8) Rang eins, der Vorsprung auf den gegen Aserbaidschan mit 1:0 siegreichen Verfolger Ungarn (12) schrumpfte aber auf zwei Zähler. Kroatien durfte nach einem Treffer von Nikola Vlasic (9.) schon vom EM-Ticket träumen, Gareth Bale (45.+3) machte den Gästen mit dem Ausgleich kurz vor der Pause aber noch einen Strich durch die Rechnung und hielt die kleinen Aufstiegschancen seines Teams zumindest aufrecht. In der kommenden Runde am 16. November haben die Kroaten die Slowaken zu Gast, Wales muss nach Aserbaidschan

Gruppe F: 

Am Wochenende hat es für Spanien nach einem späten 1:1 in Oslo nicht geklappt, am Dienstag reichte dann doch ein Pünktchen bei einem erneuten 1:1, diesmal in Schweden. Der Weltmeister von 2010 ist zwei Runden vor Schluss nicht mehr aus den Top zwei zu verdrängen. Schweden liegt fünf Punkte und Rumänien nach dem Heim-1:1 gegen Norwegen sechs Punkte hinter dem Tabellenführer. Da die beiden ersten Verfolger in der kommenden Runde am 15. November noch ein direktes Duell absolvieren, kann Spanien (spielt daheim gegen Malta) nur noch von maximal einem Team überholt werden. 

Gruppe G: 

In der Österreich-Gruppe ist so gut wie alles klar: Die Polen sind durch, die Österreicher mit einem Punktgewinn aus den abschließenden Partien am 16. November in Wien gegen Nordmazedonien und am 19. November auswärts gegen Lettland auch. Israel wahrte am Dienstag mit dem 3:1-Sieg gegen das punktlose Schlusslicht Lettland die letzte theoretische Chance. Andreas Herzog liegt damit zwei Runden vor Schluss fünf Punkte hinter der zweitplatzierten ÖFB-Auswahl.

Gruppe H: 

Am Montag trennten sich im Pool-Schlager Frankreich und die Türkei mit einem 1:1 - und konnten beide mit der Punkteteilung gut leben. Die zwei Teams führen das Feld nun mit 19 Zählern an. Island rückte dank eines 2:0-Pflichtsiegs gegen Andorra bis auf vier Punkte an das Top-Duo heran. Der Vierte Albanien ist trotz eines 4:0-Siegs in Moldawien ohne Chance auf ein EM-Ticket über die Quali. Am 14. November spielen die Franzosen daheim gegen die Moldawier, die Türken haben Verfolger Island zu Gast. 

Gruppe I: 

In dieser Gruppe ist alles entschieden. Die Belgier haben alle acht Partien gewonnen und hatten das Ticket bereits vor dieser Runde sicher gehabt. Am Sonntag folgte Russland, mit einem 5:0-Kantersieg auf Zypern fixierte der WM-Viertelfinalist seine Teilnahme an der EURO 2020. 

Gruppe J:

Die Italiener standen bereits vor dem 5:0 in Liechtenstein am Dienstagabend als Gruppenerster fest. Dahinter scheint es einen Überraschungs-Zweiten zu geben. Für die Finnen ist nach dem 3:0-Heimsieg über Armenien die erste EM-Teilnahme zum Greifen nahe. Zwei Partien vor dem Quali-Ende Rang haben die Nordeuropäer jeweils fünf Punkte mehr als die Armenier und Bosnier (1:2 in Griechenland). Bosnien hat allerdings die Chance, sich über die Nations League für die EM zu qualifizieren. Die möglichen Gegner in den Play-offs: Wales, Slowakei oder Nordirland.

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