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Die Besten im Spiel der Spiele

Drei Wochen nach dem 1:1 in der Vorrunde trifft Spanien wieder auf Italien. Am Sonntag muss es in Kiew einen Sieger geben.

von Alexander Huber

07/01/2012, 05:58 PM

Es war ein mutiges Versprechen, aber es wurde eingehalten. "Auf Wiedersehen" riefen einander die Spanier ("Nos vemos") und Italiener ("Ci vediamo") nach dem packenden 1:1 im ersten Gruppen-Spiel zu. Im Finale in Kiew trifft der spanische Titelverteidiger am Sonntag (20.45 Uhr/ORF1 live) tatsĂ€chlich wieder auf den ĂŒberraschend starken Herausforderer. Auf jeden Fall wird es einen historischen Jubel geben – entweder nach der ersten geglĂŒckten Titelverteidigung in der Geschichte der Europameisterschaft, oder nach dem ersten EURO-Triumph des Gewinners von 1968 außerhalb Italiens.

Ein Wiedersehen im EM-Finale nach einem Vorrunden-Duell hat es bereits drei Mal gegeben. 1988 mit Niederlande gegen die damalige Sowjetunion, 1996 mit Deutschland gegen Tschechien, und 2004, mit Griechenland gegen Portugal.

Was Sie ĂŒber das Spiel der Spiele dieser EURO im Olympiastadion der Ukraine mit dem neuen silbernen "Tango 12 Finalball" von adidas noch wissen sollten:

Premiere Portugal stellt mit Pedro Proença zum ersten Mal den Schiedsrichter eines EURO-Finales. Außerdem ist der Hobby-Skifahrer der Erste, der in einer Saison nach dem Finale der Champions League auch ein Turnier-Endspiel leiten darf. Bekannt ist auch, dass Proença ein Benfica-Fan sein soll. Dennoch schlug ihm ein AnhĂ€nger der Lissabonner im August 2011 zwei ZĂ€hne aus.

44x2 Mario Balotelli ist der Mann der Stunde und will fĂŒr ein besonderes Doppel sorgen: Mit Manchester City wurde der erste Meistertitel seit 44 Jahren gefeiert, mit Italien wĂ€re es der erste EM-Erfolg nach 44 Jahren.

Trostpreis Nach dem Finale steht auch der TorschĂŒtzenkönig fest. Es könnte einen Trostpreis fĂŒr Deutschland geben: Mario Gomez hat zwar ebenso wie Balotelli drei Treffer bejubelt, aber dazu auch ein Tor aufgelegt, was von der UEFA berĂŒcksichtigt wird. Chancen haben auch noch die Spanier Torres, FĂ bregas und Xabi Alonso (alle je zwei Tore und kein Assist).

Schwarzmarkt Angefeuert werden die Finalisten von 64.000 Zuschauern unter dem neuen Membran-Dach. Obwohl die Partie lÀngst ausverkauft ist, gibt es auf eBay Karten zu ersteigern. Scheinbar haben sich einige deutsche Fans verspekuliert.

Ehrlichkeit FĂŒr Italien hĂ€tte bereits nach drei Spielen Schluss sein können. Doch Spanien und Kroatien verzichteten auf ein 2:2, das beide weitergebracht hĂ€tte. "Auch wenn wir gegen Italien verlieren sollten, bereuen wir es nicht, ehrlich gewesen zu sein", erklĂ€rt Spaniens Teamchef Del Bosque, der auf den ersten Sieg gegen Italien in einem Bewerbsspiel nach 90 Minuten seit Olympia 1920 hofft. 2008 in Wien gab es im Viertelfinale einen Sieg im Elfmeterschießen nach einem 0:0.

Anagramm Freunde von Anagrammen (Worte, die aus einem anderen Wort durch Umstellung der Buchstaben gebildet werden) tippen auf Mario Balotelli als Matchwinner, weil vor 30 Jahren Herr Altobelli Italien zum WM-Sieg schoss.

Warm-up Los war in Kiew bereits Samstagabend einiges. Elton John und "Queen" wurden fĂŒr ein Gratis-Konzert in der Fanzone gewonnen, um auf die HIV-Problematik in der Ukraine aufmerksam zu machen.

Geldregen Ein Gewinner ist auf jeden Fall die UEFA. Die Turnier-Einnahmen sollen wie in Österreich und der Schweiz bei 1,3 Milliarden Euro liegen. Vor vier Jahren blieben davon 700 Millionen als Gewinn. Da ist fĂŒr die UEFA auch die Erhöhung der PrĂ€mien fĂŒr die Starter von 184 auf 196 Millionen Euro zu verschmerzen.

PrĂ€mien Die PrĂ€mie auf den Final-Sieg steht bei 7,5 Millionen Euro fĂŒr den Fußballverband des Champions, der Verlierer erhĂ€lt 4,5 Millionen. Zuvor gab es acht Millionen Startgeld, eine Million pro Sieg in der Gruppe, zwei Millionen fĂŒr den Einzug ins Viertelfinale und weitere drei Millionen fĂŒr den Vorstoß ins Semifinale.

Entscheidung Sowohl die Spanier, als auch die Italiener haben bei der EURO ihre Klasse im Elfmeterschießen bereits gezeigt. Eine Entscheidung vom Punkt hat es in einem EM-Finale (im Unterschied zur WM) erst einmal gegeben: 1976, beim Sieg der CSSR gegen Deutschland.

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