Fußball
02/20/2019

Die Austria befindet in einer ganz heiklen Phase

Nach der Cup-Blamage gegen den GAK rüsten sich die Wiener für den LASK.

von Alexander Strecha

Die Violetten befanden sich in den letzten Tagen in einer Art Gesprächstherapie nach der Cup-Blamage von Graz. Trainer Thomas Letsch gibt zu, zwei Tage lang an der Niederlage heftig "gekiefelt" zu haben. Schon am Samstag gab es eine Aussprache mit der Mannschaft, danach tauschte er sich mit Präsident Frank Hensel und auch den Führungsspielern aus. Vor dem schweren Gang am Freitag zum LASK meint Letsch: "Wir müssen jetzt klare Kante zeigen." Für Ausreden ist kein Platz mehr, wie auch James Jeggo bestätigt: "Die Niederlage geht auf unsere Kappe. Wir haben alles unternommen um zu verlieren."

Letsch bat seine Schützlinge am Dienstag zu einer Doppeleinheit, am Vormittag schwitzte man in der Kraftkammer. Muskel muss die Austria am Freitag in Pasching zeigen, wobei der Trainer durchaus einen positiven Zugang hat: "Mit einem Sieg wären wir nur noch vier Punkte hinter dem LASK." Was dazu nötig sein wird, weiß wiederum auch Jeggo: "Der LASK hat viel Leidenschaft, Einsatz und Laufbereitschaft. Diese Eigenschaften müssen wir auch zeigen, um dagegen zu halten."

Die Fehlerkette

Die Niederlage beim GAK offenbarte die Schwächen der Violetten. Da wäre...

1.) die Chancenauswertung: Wie schon in der Vorbereitung verjuxen die Violetten viel zu viele gute Chancen. Beim Stand von 1:0 hatten sie gegen den GAK gleich vier, fünf Top-Möglichkeiten auf die Vorentscheidung.

2.) stümperhafte Fehler: Im Spielaufbau unterlaufen den Austrianern unglaubliche individuelle Fehler wie beispielsweise der Fehlpass von Cuevas vor dem ersten Ausschluss. In Ballbesitz und in der Vorwärtsbewegung schenken die Wiener viel zu oft und vor allem viel zu leicht den Ball her, sind in Folge defensiv nicht gut sortiert und daher für Konter anfällig. So geschehen nicht nur beim GAK, sondern auch in der Vorbereitung und in der Herbstsaison.

3.) zu wenige Führungsspieler: Trotz einer 1:0-Führung ließ ein in der zweiten Hälfte nicht mehr optimaler Spielverlauf die Wiener auseinander fallen. Man zeigte Nerven und agierte fehlerhaft, dazu gesellten sich zwei unnötige Ausschlüsse. In dieser Phase schwang sich kein Spieler zum Lautsprecher auf, der seine Kollegen zur Ruhe gemahnte und einteilte.

4.) zu wenig Einheit: Kaum geriet die Austria in Graz unter Druck, hatte man den Eindruck, dass viele Spieler mehr mit sich selbst denn mit dem Kollektiv beschäftigt waren. Der Spielplan stand im Abseits, dadurch gab man dem GAK erst die Möglichkeiten, die Partie doch noch zu drehen.

Der Analyse und den Gesprächen sollen nun Taten folgen, vor allem in Pasching gegen den Zweitplatzierten, den LASK.

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