Arturo Vidal hatte die beste Münchner Chance. Bürki rettete.

© REUTERS/KAI PFAFFENBACH

Deutsche Bundesliga
03/06/2016

Guardiola: "Jedes Spiel ist ein Finale"

Die Münchner halten Dortmund auf Distanz, empfinden den Vorsprung aber nicht als beruhigend.

Die vertane Chance, den deutschen Fußball-Meistertitel so gut wie perfekt zu machen, hat Thomas Müller nach dem 0:0 in Dortmund etwas aufs Gemüt gedrückt. Bei der Frage nach der Ausgangslage neun Runden vor Saisonende meinte der Bayern-Profi: "Es bleibt spannend. Wir haben jetzt Druck in jeder Bundesligapartie."

Ähnlich zwiespältig fiel das Fazit von Josep Guardiola aus. "Für uns ist nun jedes Spiel ein Finale. Der BVB kann neunmal in Folge gewinnen", sagte der Münchner Coach.

Den unveränderten Fünf-Punkte-Abstand auf den BVB empfanden zwar alle Beteiligten als komfortabel, aber nicht als vollends beruhigend. Immerhin meisterten David Alaba und Co. die wohl größte Drucksituation auf nationaler Bühne seit langer Zeit mit bemerkenswerter Souveränität.

"Bin nicht der Typ, der mit einem 0:0 zufrieden ist"

Zum Leidwesen von Müller schlugen sie aus ihrem Chancenplus jedoch zu wenig Kapital: "Ich bin nicht der Typ, der mit einem 0:0 zufrieden ist. Dafür bin ich nicht hierhin gefahren. Ich hätte unsere Leistung gern belohnt gesehen."

Mehr und mehr dämmert es allen Beteiligten, dass ihnen nach mehr als dreijähriger uneingeschränkter Alleinherrschaft wieder ein echter Konkurrent erwachsen ist. "Der Angriff von Dortmund ist nicht gestoppt, sondern abgeblockt", warnte Matthias Sammer. Mit Bezug auf das 1:2 drei Tage zuvor gegen Mainz fügte der Münchner Sportvorstand an: "Wir sollten bescheiden bleiben. Wenn wir wieder in den Mainz-Modus fallen, wird es noch einmal eng."

Anders als beim 1:5 im Hinspiel Anfang Oktober beim FC Bayern leistete die Borussia bis zum Schlusspfiff erbitterte Gegenwehr. Die Taktik von Coach Thomas Tuchel, der Münchner Angriffswucht mit einer Fünferkette zu begegnen, verhalf zu mehr Stabilität. Nicht zuletzt deshalb schien der BVB-Trainer mit der Punkteteilung zufrieden: "Ich habe es genossen, dieses Spiel zu coachen. Wir haben heute abgeliefert ohne Ende. Jeder hat uns angemerkt, dass wir gewinnen und sie herausfordern wollten."

Noch erscheint sein Team jedoch nicht reif genug, um den Rekordmeister nachhaltig ins Wanken bringen. Das weiß auch Tuchel. "Was uns im Vergleich zu den Bayern fehlt, ist von allem ein bisschen", antwortete er auf die Frage nach dem noch immer augenscheinlichen Leistungsunterschied zwischen den Teams.

Dennoch wähnt sich der Klopp-Nachfolger auf gutem Weg, die Lücke zu schließen. Tuchel: "Seit unserer Niederlage in München haben wir zwei Punkte mehr geholt als die Bayern. Den Hunger und die Leidenschaft sollten wir uns bewahren und das Spiel nicht als Enttäuschung verbuchen."

Bereits am Donnerstag ist sein Team erneut auf höchstem Niveau gefordert. Die starke Leistung macht Mut für das Achtelfinal-Hinspiel der Europa League gegen Tottenham mit ÖFB-Verteidiger Kevin Wimmer.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.