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Sport Fußball
08/17/2019

Der LASK wirft auch gegen Tirol Rotationsmaschine an

Beim Aufsteiger werden wieder Spieler gewechselt / St. Pölten fordert Meister Salzburg / WAC möchte Pechsträhne beenden.

Beim LASK herrscht nach dem Aufstieg ins Champions-League-Play-off gegen Brügge "extrem gute Laune", wie Trainer Valerien Ismael verriet. Der Heimsieg gegen FC Basel am Dienstag hat den Fußball-Vizemeister aber auch eine Menge Kraft gekostet, weshalb der Franzose am Samstag gegen WSG Tirol wieder auf Rotation setzen will. "Wir brauchen Frische auf dem Platz", sagte er.

"Es wird möglich sein, dass wir wieder so eine Rotation sehen werden", verwies Ismael am Freitag auf die Auswärtspartie in der vergangenen Woche bei der Admira (1:0). Da hatte er sechs Stammspielern eine Pause gegönnt. "Wir machen das nicht Pi mal Daumen", erläuterte er. "Wir machen das mit einem Catapult-System für Trainingssteuerung. Das gibt uns immer die Daten über die Spieler, vor allem die Laufdaten, die Sprints. Da merkt man deutlich, dass der Unterschied zwischen Champions League und Ligaspiel einfach extrem groß ist."

 

Die Befürchtung, dass seine Männer mit den Gedanken schon zu sehr beim Play-off-Gegner Brügge sein könnten, habe er nicht. Das lehrte die Erfahrung aus der Vorwoche. "Da habe ich gesehen, wie die Mannschaft reagiert, wie sie fokussiert war", berichtete Ismael und verteilte Komplimente: "Die Mannschaft macht sich über alles Gedanken. Wir können immer alles besprechen. Das ist eine Qualität, die ich selten gesehen habe."

Generell könne man sich nicht "drei Tage feiern lassen", hielt der Ex-Nachwuchsteamspieler Frankreichs fest. "Es gibt die Zeit zum Feiern und die Zeit zum Arbeiten, und jetzt ist Zeit zu arbeiten."

Wattens-Coach Thomas Silberberger ist klar, dass der Gegner in der Favoritenrolle ist. "Der LASK sorgt aktuell in Europa für Furore", erklärte er. Man werde dennoch versuchen, den Linzern "das Leben so schwer wie möglich zu machen". Denn beim LASK komme aller Euphorie zum Trotz eine mentale "Doppelbelastung" hinzu: "Bei den LASK-Spielern wird in jedem Fall im Hinterkopf auch ein bisschen die Partie gegen Brügge (am kommenden Dienstag in Linz; Anm.) sein."

Meister in St. Pölten

Tabellenführer Red Bull Salzburg gastiert in der vierten Runde der Fußball-Bundesliga beim noch sieglosen Vorletzten SKN St. Pölten. „Vom Namen ist es nicht die beste Mannschaft in Österreich, aber jeder ist gegen uns motiviert. Sie wollen uns biegen“, wusste Torhüter Cican Stankovic vor der Partie am Samstag (17.00 Uhr). Die Niederösterreicher wollen sich laut ihrem Trainer nicht verstecken.

Salzburg-Coach Jesse Marsch will das Momentum nach dem geglückten Saisonstart mit drei Siegen bewahren. St. Pölten bezeichnete er zwar als einen gefährlichen Gegner, der auch Rapid beim 2:2 alles abverlangt habe, für den US-Amerikaner zähle aber nur das eigene Potenzial. „Ich denke, in diesem Spiel geht es um uns“, betonte Marsch. „Für uns ist es wichtig, dass wir eine Idee im Kopf haben, was dieser Gegner machen kann. Aber wir müssen auch sehr, sehr klar darüber sein, was unsere Idee ist, was wir wollen.“
Rekord-Neuzugang Maximilian Wöber sei zwar fit, wird aber für die Auswärtsfahrt wohl noch kein Thema sein. „In diesem Moment denke ich, wir sollten ein bisschen vorsichtiger und konservativer sein“, sagte Marsch über den Innenverteidiger, der in der ersten Trainingswoche bei allen einen „sehr guten Eindruck“ hinterlassen habe. Auch charakterlich scheint beim 21-Jährigen alles zu passen. „Ich denke, für die Zukunft ist er ein Leader.“

St. Pölten hält saisonübergreifend bei zwölf Spielen ohne Sieg. Das heißt, seit dem 1:0 gegen Sturm Graz am 31. März gab es keinen vollen Erfolg mehr für die SKN-Profis zu bejubeln. „Wenn man sich unsere Entwicklung anschaut, sieht man, dass wir viele gute Sachen machen, aber immer wieder Phasen dabei haben, wo wir eine hohe Fehlerquote haben. Das müssen wir abstellen, um endlich auch einmal zu Null zu spielen“, meinte Coach Alexander Schmidt.

Belohnung erhofft

Nach zwei Niederlagen gegen Sturm Graz und Meister Salzburg will sich der WAC am Samstag (17.00 Uhr) laut Trainer Gerhard Struber wieder „belohnen“. Die jüngsten zwei Vorstellungen brachten dem Dritten der Vorsaison zwar durchaus Lob von neutraler Seite ein, kaufen konnten sich die Kärntner darum aber nichts. Mattersburg kommt mit zwei Niederlagen im Gepäck und damit gerade recht.

In Salzburg gerieten die Burgenländer 1:4 unter Räder, dann zuhause gegen die Austria mit 1:5. „Ein Gegner, der in den vergangenen zwei Spielen richtig Probleme bekommen hat und natürlich alles probieren wird, eine Reaktion zu zeigen“, sagte Struber, dessen Truppe mit einem klaren 3:0-Auftaktsieg über die Admira in die Liga gestartet war. „Wir wollen Mattersburg schlagen, müssen aber schon an unsere Grenzen gehen. Wenn uns das gelingt, wird Mattersburg Probleme bekommen.“