Trophäen-Sammler Ronaldo hat ab sofort einen Staubfänger mehr daheim.

© REUTERS/RUBEN SPRICH

Fußball
01/09/2017

Cristiano Ronaldo zum 4. Mal Weltfußballer

Der Portugiese verweist Lionel Messi und Antoine Griezmann auf die Plätze.

Wer, wenn nicht er im Jahr 2016? Wie allgemein prognostiziert ist Cristiano Ronaldo am Montagabend in Zürich als FIFA-Weltfußballer ausgezeichnet worden. Dem 31-jährigen Portugiesen wurde diese Ehre zum bereits vierten Mal zuteil. Da der Superstar von Real Madrid auch schon vier Mal den Balon d‘Or erhalten hat, zieht Ronaldo nun mit seiner achten individuellen Saison-Ehrung mit seinem argentinischen Dauerrivalen Lionel Messi gleich.

"Es war mein bestes Jahr bisher." Mit den "Königlichen" von Real holte er in der vergangenen Saison die Champions League und die Klub-WM. Portugals Nationalteam führte Ronaldo bei der EM in Frankreich zum ersten großen Titel und stellte dabei zahlreiche individuelle Bestmarken auf.

Sprachlos in Zürich

"Ich bin sprachlos", bekam er dann doch noch heraus, ehe er sich artig bei seinen Kollegen, seinen Trainern und seiner Familie bedankte. Mit von der Partie war Freundin Georgina Rodriguez. Ronaldo bekam die silberne Trophäe des Weltfußballers von FIFA-Boss Gianni Infantino. "Es gab Zweifel, schwierige Momente, aber es hat sich gezeigt, dass wir weiter gut spielen", so der Portugiese sichtlich gerührt bei der Ehrung in Zürich.

Mit dem 39. Spiel ohne Niederlage nacheinander stellte Real am vergangenen Samstag zudem die spanische Bestmarke des FC Barcelona ein. "Die Leute, die immer noch an mir, Real Madrid oder dem Nationalteam gezweifelt haben, sie haben jetzt den Beweis: Wir haben alles gewonnen."

Auch Österreichs Teamchef Marcel Koller wählte Ronaldo auf Platz eins, reihte hinter dem Portugiesen aber nicht Lionel Messi, sondern Real-Madrid-Stürmer Gareth Bale sowie Antoine Griezmann. ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger sah Reals Toni Kroos noch vor Ronaldo und Messi.

Fuchs-Coach geehrt

Nach dem sensationellen Titelgewinn in der englischen Premier League mit Abstiegskandidat Leicester City gewann Claudio Ranieri nun auch die Auszeichnung als Trainer des Jahres vor Reals Zinedine Zidane und Portugals Europameister-Coach Fernando Santos. "Ich werde verrückt", sagte der italienische Trainer von ÖFB-Legionär Christian Fuchs überwältigt. "Ein verrücktes Jahr."

Sein weibliches Pendant ist Deutschlands Silvia Neid, die zur Trainerin des Jahres gewählt wurde. Ein würdiger Abschluss einer erfolgreichen Karriere. Bei den Spielerinnen setzte sich die US-Amerikanerin Carli Lloyd gegen die Deutsche Behringer und die Brasilianerin Marta durch. Lloyd wiederholte somit den Titel. Den Fair-Play-Preis bekam Atletico Nacional für das Überlassen des Titels der Südamerika-Champions-League an Chapocoense nach dem Absturz des Flugzeugs mit dem brasilianischen Team.

Die Auszeichnungen bei der FIFA-Gala in Zürich für das Jahr 2016:

FIFA-Fußballer des Jahres: Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid) bzw. Carli Lloyd (USA/Houston Dash)

FIFA-Weltauswahl: Neuer - Alves, Pique, Ramos, Marcelo - Modric, Kroos, Iniesta - Messi, Cristiano Ronaldo, Suarez

Welttrainer des Jahres: Claudio Ranieri (ITA/Englischer Meistertitel mit Leicester City) bzw. Silvia Neid (GER/Olympia-Gold mit Frauen-Nationalteam Deutschland)

Fair-Play-Preis: Atletico Nacional (COL) für das Überlassen des Titels der Südamerika-Champions-League an Chapocoense nach dem Absturz des Flugzeugs mit dem brasilianischen Team

Puskas-Preis (schönstes Tor): Faiz Subri (MAS/Penang FA)

Fan-Award: Borussia Dortmund und FC Liverpool

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.