Es kann nur einen geben: Jose Mourinho allein weiß, wie der Ball läuft. Der Erfolg gibt ihm meistens recht.

© APA/EPA/JUANJO MARTIN

Champions League
04/23/2014

Polier Mourinho und seine Maurer

Die Defensivtaktik des Chelsea-Trainers ist wieder einmal aufgegangen.

Wenn seine Mannschaften gut und gerne mauern, dann ist er der Polier. José Mourinho, the Special One, lässt auch speziell spielen, um erfolgreich zu sein. Seine Defensivtaktik hatte beim 0:0 in Madrid gegen Atlético einmal mehr Sinn und Zweck erfüllt. Chelsea hat nun beste Chancen, ins Finale der Champions League einzuziehen.

Einmal mehr erntet er mit dem Stil, den der Portugiese spielen lässt, heftige Kritik. Vor allem aus Spanien, wo die Tageszeitung Marca tönte: "Widerlich, abstoßend, abscheulich, unsympathisch. Das war kein Fußballspiel mehr." Doch derart hatte Mourinho mit Inter Mailand einst gegen die Bayern die Champions League gewonnen. So holte Chelsea abermals gegen die Bayern in München den Titel. Zwar ohne Mourinho, der davor zu Real Madrid gewechselt war, aber mit dessen System.

Mourinho wischt die Kritik vom Tisch. "Niemand geht in ein Spiel und denkt an ein 0:0. Es war wichtig, kein Tor zu kassieren. Wir hatten drei oder vier Ecken, ein paar Freistöße. Wenn wir aus einer dieser Situationen getroffen hätten, wäre es sein sehr gutes Ergebnis gewesen. Jetzt haben wir ein Resultat, das für das Rückspiel alles offen lässt", so der streitbare Coach.

Gutes Ergebnis

Der Portugiese hatte den Blues im ersten Duell um den Finaleinzug einmal mehr seine pragmatische Defensivtaktik auferlegt, in der selbst Stürmer Fernando Torres phasenweise mehr Zeit vor dem eigenen Tor verbrachte als vor dem gegnerischen. Atlético hat in dieser Saison bereits 109 Treffer erzielt, im elften Saisonspiel in der Königsklasse gelang erstmals kein Tor. "Ein frustrierendes Ergebnis, nachdem Atlético eineinhalb Stunden einen Gegner attackierte, dessen einziges Ziel es war, dass nichts passieren möge", schimpfte As.

Atlético-Trainer Diego Simeone blieb im Gegensatz zu den spanischen Medien fair: "Jeder spielt so, wie er will. Wir haben mit allen Mitteln versucht, mindestens ein Tor zu erzielen, aber der Gegner hat gut verteidigt. Im Rückspiel werden wir sehen, für wen dieses 0:0 am Ende ein gutes Ergebnis war."

Beide Teams spielen in ihren Ligen noch um die Meisterschaft, für Chelsea steigt kommendes Wochenende das direkte Duell mit Liverpool. Nicht mit von der Partie sein wird Torhüter Petr Cech, der sich in Madrid nach 15 Minuten an der Schulter verletzt hat. Für den Tschechen ist die Saison vorzeitig beendet.

Neben Cech fallen für das Rückspiel gegen Atlético auch John Terry verletzt sowie die gesperrten Frank Lampard und John Mikel aus.

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