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Sport Fußball
04/10/2019

Champions League: Barça ist noch sieglos im Old Trafford

Die Spanier peilen im fünften Spiel den ersten Sieg beim Angstgegner Manchester United an.

Die Zuversicht beim Anhang ist groß. Die Sporttageszeitung Mundo Deportivo, die in Barcelona erscheint, stellte auf ihrer Internetseite die Frage: „Glaubst du, dass Barça Manchester United rauswirft?“ 20 Prozent stimmten ab, dass der FC Barcelona ganz leicht ins Semifinale aufsteigen wird. Nur knapp über sechs Prozent fürchten ein Ausscheiden.

Spieler und Betreuer sind gestern nach Manchester geflogen, haben dort im Hilton Densgate eingecheckt und um 19 Uhr das Abschlusstraining im Stadion Old Trafford absolviert. Dort gab es noch nie einen Sieg für Barcelona, bei vier Auftritten reichte es nur zu zwei Unentschieden. Spaniens Tabellenführer hat mit der Champions League eine Rechnung offen. In den letzten drei Auflagen der Königsklasse war für Barça immer im Viertelfinale Endstation.

Premiere für Piqué

Abwehrchef Gerard Piqué spielt erstmals mit Barcelona im Old Trafford. Im Dress von Manchester United hat der 32-Jährige insgesamt 23 Spiele gemacht, davon zwei Heimspiele in der Champions League, die beide gewonnen wurden. Das war in der Saison, in der Barça im Semifinale rausgeworfen wurde und die Manchester United als Sieger beendete – 2008. Das war auch der letzte große Erfolg der Engländer in der Königsklasse.

Gerard Piqué war so wie Mittelfeldspieler Sergio Busquets und Lionel Messi dabei, als Barcelona gegen Manchester United die Champions-League-Endspiele 2009 und 2011 gewann. Messi traf in beiden Partien und ist ein England-Schreck – in 30 Spielen gegen Vereine aus der Premier League erzielte der Argentinier 22 Treffer. Niemand hat mehr Tore gegen englische Vertreter erzielt.

In dieser Saison hält Messi bei 43 Toren und 21 Vorlagen in 40 Pflichtspielen. Er führt die spanische Schützenliste souverän an und befindet sich auch auf Kurs, den Goldenen Schuh für Europas erfolgreichsten Goalgetter zum insgesamt sechsten Mal zu holen. „Aber das Ziel ist, alles mit der Mannschaft zu gewinnen. Persönliche Rekorde sind sekundär“, betonte der 31-Jährige.

Spätes Wiedersehen

Am 22. Mai 1996 sah man Ajax Amsterdam, über Jahrzehnte eine große Nummer im europäischen Klubfußball, das bisher letzte Mal in einem Champions-League-Finale. Im Stadio Olimpico von Rom mussten sich die Niederländer nach einem 1:1 nach 120 Minuten erst im Elferschießen geschlagen geben. Edgar Davids und Sonny Silooy vergaben in der Entscheidung ihre Penaltys.

Der Bezwinger von damals ist der heutige Gegner im Viertelfinal-Hinspiel, Juventus Turin kommt nach Amsterdam. Aufgrund der Dominanz in der Serie A konnte es sich Trainer Massimiliano Allegri in den vergangenen Wochen immer wieder erlauben, Leistungsträger für das internationale Geschäft zu schonen, so auch zuletzt beim 2:1-Heimerfolg über AC Milan. Nicht dabei war auch Cristiano Ronaldo, der aber seine Muskelprobleme überwunden hat.

Alles andere als ein Aufstieg von Juventus wäre eine Überraschung, doch die Niederländer bewiesen erst vor wenigen Wochen mit dem Triumph über Real Madrid, dass sie große Mannschaften mehr als nur ärgern kann. Nun soll der nächste Coup folgen. „Wir sind klarer Außenseiter, aber wir werden unsere Chancen haben“, sagt Ajax-Coach Erik ten Hag.

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