Die Grazer scheinen ihr Tief endgültig überwunden zu haben.

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Bundesliga
03/26/2014

Sturm überrollt Grödig

Die Grazer fügen den Salzburgern eine schmerzhafte 6:0-Niederlage zu.

Die nüchternen Erkenntnisse aus Grödig: Die Salzburger verloren Mittwoch den zweiten Platz, den sie seit Anfang Dezember behauptet hatten, Sturm fand nach dem Sieg gegen Innsbruck endgültig auf die Erfolgsspur zurück. Die emotionale Sicht der Dinge: Sturms jüngste Elf in dieser Saison demütigte den Aufsteiger.

Sturm begann schon recht aktiv, Hadzic scheiterte mit einem Volleyschuss an Torhüter Fend. Gefährlicher wurde Grödig in Person von Hayden, der mittels Freistoß nur knapp das Tor verfehlte. Und dennoch war die Führung der Gäste verdient. Der überaus agile Schloffer leitete einen Angriff ein, den Marco Djuricin mit seinem vierten Saisontor vollendete. Der 21-jährige Stürmer hat damit in seinem dritten Spiel in der Startelf das vierte Mal getroffen. Beric vergab noch eine Topchance, getroffen hat aber der Slowene Robert Beric, der einen Freistoß von Schloffer verlängerte.

Ähnlich das 0:3 – den Freistoß von Daniel Offenbacher verlängerte keiner mehr. Es war das erste Bundesliga-Tor des ehemaligen Wr. Neustädters. Sturm zog sich vor 1312 Fußballfans zurück und beschloss aus Kontern gefährlich zu werden. Gesagt, getan, Beric traf zum 0:4. Sturm hatte seit August 2012 nicht so viele Tore in einer Hälfte erzielt.

Schadensbegrenzung hieß das Motto der Grödiger nach der Pause. Nein, auch das gelang nicht. Die Steirer verwalteten zunächst noch das Ergebnis, schlugen aber dann durch die eingewechselten Marc-Andre Schmerböck und Daniel Beichler noch zwei Mal zu.

Das 6:0 war Sturms höchster Saisonsieg.

Grödig - Sturm 0:6 (0:4)

Grödig, Untersbergarena, 1.312, SR Dintar

Tore:
0:1 (17.) Djuricin
0:2 (28.) Beric
0:3 (37.) Offenbacher
0:4 (38.) Beric
0:5 (81.) Schmerböck
0:6 (87.) Beichler

Grödig: Fend - Handle (51. Maak), Cabrera, Karner, Hayden - Nutz (32. Tschernegg), M. Leitgeb, - Huspek, Tomi, Martschinko - Trdina (31. Elsneg)

Sturm: Gratzei - Todorovski, Pfingstner, Vujadinovic, Klem - Schloffer (74. Schmerböck), Offenbacher (69. Weber), Hadzic, F. Kainz - Djuricin, Beric (69. Beichler)

Gelbe Karten: Cabrera bzw. Pfingstner

Djuricin: "Grödig war aber sehr offen"

Adi Hütter (Grödig-Trainer): "Mir fehlen die Worte. Seit ich Trainer bin, habe ich so eine Leistung noch nie gesehen. Das war die bitterste Niederlage und die schlechtes Leistung, seit ich in Grödig Trainer bin. Das ist eine sehr schwarze Stunde. Sturm war in allen Belangen klar besser. Meine Mannschaft hat es in keiner Phase geschafft, das Spiel in die Hand zu nehmen. Bei den Erklärungen dafür weiß ich gar nicht, wo ich anfangen soll, so viel haben wir heuet falsch gemacht. Man muss sich genieren für so eine Leistung."

Mario Leitgeb (Grödig-Spieler): "So einen schlechten Film habe ich schon lange nicht gesehen. Sturm war in jeder Phase bissiger und besser. Wir haben heute alles vermissen lassen, was wir können. Jetzt sind wir nicht mehr die Gejagten sondern die Jäger. Es ist aber noch Zeit genug und wir geben nicht auf."

Darko Milanic (Sturm-Trainer): "Wir haben von Anfang weg sehr gut gespielt. Unsere erste Halbzeit war extrem gut. Wir haben super kombiniert, die ganze Mannschaft hat extrem gut gearbeitet. Das hat richtig Spaß gemacht. Nach dem Sieg über Innsbruck haben wir gesagt, dass der Druck nicht ganz so extrem hoch ist. Ich habe erstmals mit Djuricin und Beric gespielt, auch Beichler hat dann getroffen. Jetzt kann ich in Zukunft mit drei kombinieren. Aber wenn alles läuft, ist es leicht. Fußball ist nicht einfach. Beim nächsten Training müssen wir uns schon auf die nächste schwere Aufgabe konzentrieren."

Daniel Offenbacher (Sturm-Spieler): "Es war wichtig, dass wir die Torchancen genutzt haben. Wir hätten schon in der ersten Hälfte fünf oder sechs Tore schießen können, wir sind überglücklich. Das war heute ein sehr wichtiger Schritt um nach vorne zu kommen. Insgesamt haben wir uns das alles natürlich anders vorgestellt, wir werden bis zum letzten Spieltag kämpfen."

Marco Djuricin (Sturm-Spieler): "Das war verdient, wir hatten eine super Einstellung und hatten auch noch Glück vor dem Tor. Grödig war aber sehr offen. Ich hätte heute drei oder vier Tore machen müssen. Wir gehen Schritt für Schritt und schauen, was zum Schluss rauskommt."

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