Nach sechs Unentschieden in Folge wollen Rapid-KapitĂ€n Hofmann (li.) und Austria-Motor Fischer zum Sieg abheben 

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Sport Fußball

Wieder Fans, aber kein Sieger im 333. Wiener Derby

Austria und Rapid trennen sich vor 11.035 Zuschauern in der Generali Arena mit einem 1:1-Remis.

von Alexander Strecha, Alexander Huber

08/29/2021, 02:00 PM

Am Ende konnten wohl beide gut damit leben. Mit einem Remis im 333. Wiener Derby, einem 1:1, das aufgrund der gezeigten Leistungen das durchaus gerechte Resultat war. Die Austria wartet auch nach sechs Runden auf den ersten Sieg in der Liga und bleibt unverÀndert Letzter der Tabelle. Dennoch bestÀtigte man im Derby die Tatsache, dass die Leistungen besser als die Ergebnisse sind.Und Rapid holte trotz des Europacup-Stresses im intensiven August einen Punkt in einem wie immer hart umkÀmpften Prestigeduell.

Austria-Trainer Manfred Schmid setzte wieder auf eine Rauten-Formation im Mittelfeld und eine Doppelspitze mit Djuricin und Ohio. Sein GegenĂŒber, Rapid-Coach Didi KĂŒhbauer, vertraute auf die erfolgreiche Europacup-Startelf vom Donnerstag.Die Veilchen starteten gut in das 333. Derby mit den GrĂŒn-Weißen, bemĂŒht darum, auch spielerisch Kontrolle ĂŒber das Geschehen zu finden. Djuricin bewegte sich dabei in der Offensive sehr gut und verteilte geschickt die BĂ€lle. Allerdings vereitelten FehlpĂ€sse, vor allem von Fitz und Demaku, hĂ€ufig aussichtsreiche Aktionen.
 

Violette Effizienz

Nach 20 Minuten fand Rapid besser ins Spiel und wurde stÀrker. Fountas fand immerhin zwei Halbchancen vor, ein Schuss von Ullmann strich nur knapp am Austria-Tor vorbei (21.).
Die Austria ging mit der ersten wahren Torchance in FĂŒhrung. Nach einem Freistoß kam der Ball zu Martel, dessen abgefĂ€lschte Flanke landete vor Lukas MĂŒhl, der zum 1:0 eindrĂŒckte (33.). FĂŒr den Derby-DebĂŒtanten logischerweise das erste Tor gegen Rapid. Mit der Stimmung stieg auch der Mut der Violetten, die noch vor der Pause nachlegen wollten.

Rapid hatte aufgrund der Ausrichtung der Austria im Mittelfeld auf den Flanken immer wieder viel Platz, doch den Flanken fehlte es von links wie von rechts an der nötigen PrĂ€zision, um richtig gefĂ€hrlich zu werden. Auch im Abschluss war die PrĂ€zision der Spiele gegen Luhansk dahin – ein halbes Dutzend an Versuchen noch vor der Pause reichte nicht, um Austria-Tormann Pentz in Verlegenheit zu bringen.
 

GrĂŒner Blitzstart

Das Ă€nderte sich unmittelbar nach dem Wechsel: Mit der ersten guten Aktion gelang Rapid der Ausgleich. Bei einer Flanke von Grahovac stahl sich Marco GrĂŒll von Bewacher Teigl davon und nickte per Kopf ins lange Eck ein (48.). Der Derby-DebĂŒtant erzielte logischerweise seinen ersten Treffer gegen die Austria, es war sein fĂŒnftes Tor im fĂŒnften Pflichtspiel in Folge.

Fortan war Rapid vermehrt im Ballbesitz und trachtete danach, mit einer spielerischen Linie die Oberhand zu gewinnen. Die Austria ĂŒberstand die heikle Phase unbeschadet und fand zurĂŒck ins Spiel. Was die verbleibenden KrĂ€fte betraf, so hatten die im Europacup tĂ€tigen Rapidler keinen Nachteil gegenĂŒber der Austria. GrĂŒll hĂ€tte nach Kitagawa-Vorarbeit beinahe sein zweites Tor erzielt (77.), auf der anderen Seite hĂ€tte der junge Joker  Huskovic seinen guten  Auftritt fast mit dem Siegtor gekrönt (87.). Und so einigten sich  die beiden Wiener Klubs vor 11.035 Fans auf ein 1:1.

1:0 (33.) MĂŒhl
1:1 (47.) GrĂŒll

Austria: Pentz - Teigl, MĂŒhl (78. Schoissengeyr), Handl, Suttner - Fischer, Martel, Fitz (75. GrĂŒnwald), Demaku - Djuricin, Ohio (61. Huskovic)
Rapid: Gartler - Stojkovic, Greiml, Hofmann, Ullmann - Grahovac, R. Ljubicic (85. Petrovic) - Arase (46. Schick), Fountas (69. KnasmĂŒllner), GrĂŒll - Kara (59. Kitagawa)
Gelbe Karten: Demaku, Huskovic, Djuricin, GrĂŒnwald bzw. Hofmann, KĂŒhbauer (Trainer), R. Ljubicic
 

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