An dieser Stelle möchten wir auch Roman Wallner zu seinem 100. Bundesliga-Tor gratulieren. Über diesen konnte er sich nicht recht freuen, denn Innsbruck unterlag Ried daheim - auch weil der Stürmer einen Elfer vergeben hatte.

© APA/GERT EGGENBERGER

Auswärtssieg
08/17/2013

Innsbrucker Jubilar Wallner ohne Feierlaune

Roman Wallner erzielte sein 100. Tor, aber Ried gewann am Tivoli.

von Christoph Geiler

Roman Wallner konnte die Frage schon nicht mehr hören. Seit Wochen wurde der Innsbruck-Stürmer nur noch auf sein Jubiläumstor angesprochen: Wann, wie, wo und überhaupt würde er endlich Aufnahme in den 100er Klub der Bundesliga finden? Der verschossene Elfmeter vor einer Woche in Wolfsberg hatte nicht wirklich zu seiner Beruhigung beigetragen.

Seit Samstag ist für den 31-Jährigen zumindest dieses leidige Thema erledigt. Dafür kann sich Wallner ab sofort wohl häufiger die Elferfrage anhören. Seinem Jubiläumstreffer zur kurzzeitigen Tiroler 2:1-Führung (23.) ließ der Steirer im Finish einen weiteren verjuxten Elfmeter folgen (81.), der die Innsbrucker 2:3-Heimniederlage besiegelte. Zu Wallners Ehrenrettung: Den Strafstoß hätte es gar nie geben dürfen, der Schweizer Schiedsrichter San war auf eine Schwalbe des Schweizers Vuleta reingefallen. Zuvor hatte der Referee einen regulären Rieder Treffer aberkannt (44.).

Ein Torfestival wurde das Kräftemessen zwischen Innsbruck und Ried aber auch so. Beide Teams scherten sich einen Dreck um die Drecksarbeit und ließen die Abwehr fast schon sträflichst links liegen. Das sorgte zwar für einen hohen Unterhaltungsfaktor auf der Tribüne, in den Coaching-Zonen aber auch für jede Menge Kopfschütteln. Die Innsbrucker stellten sich in diesem Duell mit offenem Visier tollpatschiger und naiver an.

Allen voran der Baske Jaio, dessen Debüt als Abwehrchef völlig danebenging: Vor dem 2:2 durch Möschl (44.) lenkte er einen Ball unglücklich ab, vor dem 2:3 durch Zulj (71.) ließ er sich an der Torlinie wie ein Anfänger ausspielen und wurde von Trainer Kirchler vorzeitig vom Feld geholt.

Innsbruck - Ried 2:3 (2:2)

Innsbruck, Tivoli Stadion Tirol, 6.481 (richtig), SR San

Tore:
0:1 ( 3.) Walch
1:1 (21.) Kofler
2:1 (23.) Wallner
2:2 (44.) Möschl
2:3 (72.) Zulj

Innsbruck: Safar - Bergmann, Siller, Jaio (88. Vucur), Schilling - Kofler - Schütz (64. Wernitznig), Kuen (74. Vuleta), Hinterseer, Hauser - Wallner

Ried: Gebauer - Hinum, Reifeltshammer, Riegler, Kragl - Ziegl, Wieser - Walch (65. Perstaller), Zulj (92. Janeczek), Möschl (77. Sandro) - Gartler

Gelb-Rot: Gartler (87., Foulspiel)
Gelbe Karten: Schilling, Wallner bzw. Reifeltshammer, Gartler, Riegler, Wieser
Anmerkung: Wallner scheitert mit einem Elfmeter an Gebauer (82.)

Tabelle

Kirchler: "Zum Zuschauen war es ein super Spiel"

Roland Kirchler (Wacker-Trainer): "Wir hätten etwas mehr Ruhe am Ball haben müssen. Wir haben Ried vor der Pause zurück in die Partie geholt. In der zweiten Hälfte haben sich beide Mannschaften nichts geschenkt. Zum Zuschauen war es ein super Spiel. Schade, dass für uns nichts herausgeschaut hat. Ein 3:3 wäre am Ende verdient gewesen."

Michael Angerschmid (Ried-Trainer): "Wir haben uns gegen die Niederlage gestemmt. Wir haben nicht wirklich gut begonnen, sind dann aber besser ins Spiel gekommen. Es war ein offener Schlagabtausch mit offenem Visier. Letztendlich haben wir auch das glücklichere Ende für uns gehabt."

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