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27.07.2018

Bundesliga-Auftakt: Austria schlägt Aufsteiger Innsbruck

In der runderneuerten Generali-Arena siegten die Wiener mit 2:1.

Erstes Spiel in der neuen Arena, erster Sieg. 13.155 Austria-Fans hatten um 22.40 Uhr allen Grund, mit den Spielern die gelungene Premiere zu bejubeln. Endlich ist man gemäß dem Slogan z’haus angekommen mit dem 2:1-Heimsieg über Aufsteiger Innsbruck.  

Die Erleichterung war bei der Austria spürbar, auf den Tribünen, in den bestens gefüllten Logen, auf dem Rasen. Denn die erste Bundesliga-Runde wirft für alle Klubs stets eine Frage auf – jene nach dem exakten Standort, den es zu bestimmen gilt. Die Austria hat eine erste Antwort erhalten. Nicht alles war gut, das meiste aber gut genug für einen vollen Erfolg und eine tolle Stimmung.

Kurz vor Anpfiff  ehrte man mit einer gelungenen Choreografie die Europacup-Helden von 1978. Danach war es nach dem zweijährigen Warten auf die Wiedereröffnung der Generali Arena  höchst an der Zeit, endlich wieder neue Helden-Geschichten zu schreiben. Die Austria zeigte dem Aufsteiger in der ersten Viertelstunde, wer Herr im neuen Haus ist.

Die Wiener kontrollierten das Spiel und suchten geduldig nach der Lücke in der kompakten Defensive der Tiroler. Allein fündig wurden sie noch nicht. Und so wurden die Innsbrucker mutiger, Dedic überprüfte mit einem Schuss die Aufmerksamkeit von Austria-Schlussmann Pentz, vier Minuten später  trug sich der Wacker-Stürmer in die Annalen ein mit dem ersten Tor, das in der neuen Generali Arena erzielt wurde.   Eingeleitet wurde es von Austria-Verteidiger Igor mit einem schweren Fehler, Dedic überhob  Pentz elegant zum 0:1 (19.). Mitten in der Mondfinsternis wurde es kurz dunkel für die Wiener, die in Folge  Lichtblicke anzubieten hatten.

Einen Schuss von Prokop lenkte Goalie Knett an die Latte, knapp vor der Pause war er beim 1:1 ohne Chance. Der Kapitän nahm das Ruder in die Hand, Grünwald setzte sich durch, zog mit seinem starken linken Fuß ab und traf  ins rechte Eck (38.) Das kollektive Aufatmen wurde zu einem lauten, befreienden Schrei.

Nach der Pause zeigte das neue Selbstvertrauen Wirkung, die Violetten boten schöne Kombinationen an, wie jene zum 2:1. Grünwald mit einem schönen Pas auf Turgeman, der nach perfekter Ballannahme ebenso perfekt abschloss (52.). Die Austria hätte in ihrer besten Phase nachlegen können, ja müssen, als der erst eingewechselte Edomwonyi nach  Solo von Prokop an Knett scheiterte, auch der Nachschuss von Turgeman auf der Linie abgewehrt wurde. Oder als ein Venuto-Schuss nur knapp daneben, einer von Edomwonyi gar an die Stange ging.

Glück hatten die Veilchen aber, als Igor im Strafraum Rakowitz foulte, Schiri Jäger aber nicht auf Elfmeter entschied. Der Videobeweis hätte wohl anderes ergeben. Elfmeter gab es dafür auf der anderen Seite, doch Knett lenkte den Strafstoß von Matic an die Stange. In der Nachspielzeit musste Feldspieler Baumgartner noch für seinen verletzten Goalie Knett ins Tor, weil man schon drei Mal gewechselt hatte.  Einerlei, die Austria siegte und feierte einen geglückte einen Einstand gegen einen guten Aufsteiger.