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Sport Fußball
06/21/2021

Alles oder Nichts: Österreichs EM-Endspiel gegen die Ukraine

Das ÖFB-Team schafft mit einem Unentschieden oder Sieg erstmals den Aufstieg in ein EM-Achtelfinale. Die Hoffnung liegt auf Arnautovic.

von Alexander Strecha

Österreich steht wieder einmal vor einem Finale im letzten Gruppenspiel, es geht um Alles oder Nichts. Die Mannschaft von Teamchef Franco Foda benötigt am Montag (18 Uhr) in Bukarest gegen die Ukrainer zumindest einen Punkt für den Aufstieg in die nächste Runde, jenes Ziel, das man mittlerweile zum dritten Mal ins Visier nimmt. Zwei Mal hat es bekanntlich 2008 und 2016 nicht geklappt. „Wir wollen diesmal Geschichte schreiben“, erklärt David Alaba.

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Die Aufgabe erscheint einfach, ein Taschenrechner ist nicht vonnöten: Bei einer Niederlage verabschiedet sich Österreich mit drei Punkten und einer negativen Tordifferenz aus dem Turnier, mit einem Unentschieden würde man Platz drei in der Gruppe und das Achtelfinale-Ticket mit vier Punkten holen.

Im Falle eines Sieges schiebt sich Österreich auf Platz zwei und trifft am 26. Juni im Londoner Wembley-Stadion auf den Sieger der Gruppe A, Italien. Teamchef Franco Foda: „Die Lage ist klar, wir wollen gewinnen und Zweiter werden.“

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Der Plan

Der Ukraine begegnet man nicht nur endlich in den roten Dressen, sondern auch auf Augenhöhe. Der Weg zum Erfolg führt über ein besseres Spiel mit dem Ball. Man habe im Training an einer Verbesserung gearbeitet, wie Konrad Laimer verrät: „Wir brauchen mehr Tiefe im Spiel, tiefe Laufwege und ein genaues Spiel.“ Gegen Nordmazedonien, einen tief stehenden Gegner, und auch gegen die Niederländer nahm die mangelnde Präzision recht früh den Schwung aus dem Aufbauspiel der Österreicher. Dabei handelte es sich oft um einfache Ballfehler und Fehlpässe über wenige Meter, für die man aber nicht die taktische Ausrichtung verantwortlich machen kann.

Dennoch braucht dieses Team klare Vorgaben, wie man sich auf spielerische Art und Weise durch die ukrainische Abwehr arbeitet. „Es muss klar sein, welche Laufwege wir dem Ballführenden anbieten müssen“, betont Laimer. „Der Passgeber muss mehrere Optionen haben.“

Christoph Baumgartner ergänzt: „Wir müssen gut und sauber ins letzte Drittel kommen und dann gut zu Ende spielen.“ Franco Foda unterstreicht: „Zuletzt hat der finale Pass gefehlt. In der Offensive muss unser Spiel klarer werden.“

Die Hoffnung

Dort liegt die Hoffnung nicht nur auf Baumgartners Stärke im direkten Duell, sondern vor allem auf Rückkehrer Marko Arnautovic in dessen 90. Länderspiel. Baumgartner freut sich auf ihn als Spielkameraden. „Marko hat enorme Qualität, seine Vielseitigkeit macht ihn aus.“ Teamchef Foda verriet entgegen seiner Gewohnheiten schon am Tag vor dem Spiel einen Teil der Aufstellung: „Marko wird spielen.“ Alaba fügte an: „Er kann Spiele entscheiden, daher ist er wichtig für uns.“

Auf taktische Geplänkel und Absprachen mit den Ukrainern möchte man sich nicht einlassen. Foda: „Wir wollen gewinnen.“ Laimer nickt: „Wir gehen auf den Sieg los, alles andere liegt uns nicht.“ Baumgartner glaubt zudem, „dass das auf diesem Niveau auch nicht geht. Ich habe noch nie von Beginn an auf ein X gespielt.“

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