Mit 39 Jahren wechselte Alexander Manninger zu Liverpool.

© kurier/FC Liverpool

Fußball
08/03/2016

Die Europa-Tour des Alexander Manninger

Alexander Manninger gab sein Debüt bei Liverpool. Die bewegte Karriere des 39-jährigen Tormanns.

von Andreas Heidenreich

Alexander Manninger hat in seiner Karriere einiges gewonnen. In der Nacht auf Dienstag war dem Salzburger allerdings kein Sieg vergönnt: Österreichs 34-facher Ex-Teamtorhüter verlor sein Debüt im Trikot des FC Liverpool. Der 39-Jährige, der vor eineinhalb Wochen beim englischen Traditionsklub anheuerte, war beim 1:2 der Reds im Test gegen AS Roma in St. Louis bis zur Halbzeitpause im Einsatz. In der 29. Minute ließ er einen Weitschuss von Edin Dzeko durch. Davor hatte Manninger bei einem Schuss von Stephan El Shaarawy und in einigen anderen Situationen durchaus gute Figur gemacht.

Für Liverpool geht es nach dem Abschluss der Tour durch die USA nun heimwärts nach Europa. Die neue Premier-League-Saison startet am 14. August mit dem Gastspiel bei Arsenal.

Ein Wiedersehen

Arsenal. Da schließt sich sich der Kreis der bewegten Karriere des Torhüters vielleicht noch nicht ganz. Doch zumindest dürfte es ein sentimentales Wiedersehen werden mit den Gunners und Arsène Wenger, für Manninger einst ein Wegbereiter. Der Franzose holte den Österreicher im Sommer 1997 vom GAK um kolportierte 15 Millionen Schilling nach London. Bei den Grazern hatte der 19-Jährige Manninger zuvor im UEFA-Cup Inter Mailand das Leben schwer gemacht. Erst im Elfmeterschießen vor 10.000 Fans in Kapfenberg kamen die Italiener weiter.

Werbung in eigener Sache konnte er auch in England machen. Gleich in seiner ersten Saison vertrat er den verletzten David Seaman einige Male grandios. Er wurde zum Spieler des Monats in der Premier League gewählt und konnte sogleich mit einem Punkt Vorsprung auf Manchester United den englischen Meistertitel feiern.

Bester Serie-A-Goalie 2008

Ein Erfolg, den er 2012 mit Juventus Turin in Italien wiederholen konnte. Wenngleich er zu diesem Zeitpunkt nur noch dritter Torhüter bei den Italienern war. In den Jahren zuvor hatte Manninger Italiens lebendes Torwart-Denkmal Gianluigi Buffon allerdings auch würdig vertreten. Von der Gazzetta dello Sport war er im Herbst 2008 sogar zum besten Torhüter der Hinrunde der Serie A gewählt worden.

Unumstrittene Nummer eins war er zuvor bei seinen Klubs Siena und Bologna gewesen. Im österreichischen Nationalteam konnte er sich nicht immer über diesen Status erfreuen. 2008 musste er sich hinter Jürgen Macho bei der Heim-EM auf die Bank setzen. Auch deshalb gab er 2009 seinen Rücktritt aus dem Team bekannt. Mit österreichischen Journalisten verweigert er seither jedes Gespräch. Dabei hätte er sicher viele Geschichten zu erzählen.

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