Sport | Fußball
08.10.2018

5. Spiel ohne Tor: Austria macht sich Gedanken über Offensive

Zehn Tore im bisherigen Saisonverlauf: Nur die Admira traf weniger oft.

Als käme die 0:2-Niederlage in Altach überraschend. Als Torfabrik kann die Wiener Austria wohl nicht bezeichnet werden. Zehn Tore gelangen in ebensovielen Spielen, in der Hälfte aller Liga-Partien gelang den Violetten überhaupt kein Treffer. Nur die Admira traf weniger oft, nämlich neun Mal, Rapid hält ebenso erst bei zehn Saisontoren. Erst zwei Auswärtstore gab es: Eines beim 1:0-Sieg bei Rapid, das einzige Tor außerhalb Wiens gelang beim 1:0-Erfolg in Hartberg.

Und die Partie in Altach hat freilich ebenso nicht dazu beigetragen, dass man mit den Offensivspiel zufrieden sein kann. „Wir sind zu viel zu wenig klaren Torchancen gekommen. Das ist sehr enttäuschend“, sagt Ralf Muhr, dessen Vertrag als technischer Direktor erst am Freitag vorzeitig bis Ende der Saison 2020/2021 verlängert worden war.

Weichenstellung?

Dabei wollte man im Sommer die Weichen für viele Treffer stellen. „Wir sind angetreten, auch mit der Transferpolitik, dass wir attraktiv sein wollen, Tore schießen wollen.“ Auch „Altgediente“ lassen aus. So läuft Kevin Friesenbichler auch nach seinem Erfolgserlebnis im ÖFB-Cup weiter seinem ersten Treffer in der Meisterschaft nach.

Dass die Austria erst nach Altachs erstem Treffer des späteren Doppeltorschützen Brian Mwila (55., 68.) Zug zum Tor aufnahm, sorgte wiederum bei Trainer Thomas Letsch für Ärger. „Das darf nicht sein“, stellte der Deutsche klar. Dass der Austria der vermeintliche Ausgleich durch einen Kopfball von Christian Schoissengeyr wegen abseits aberkannt wurde, sorgte für zusätzlichen Frust bei den Gästen, kann aber nicht hinwegtäuschen, dass langsam Zählbares her muss. „Wir hatten zu wenig Torchancen. Wir haben insgesamt zu wenig Tore“, betont Letsch.