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Sport Fußball
03/07/2021

0:0 im Derby gegen Rapid: Jetzt braucht die Austria ein Wunder

Das Duell zwischen der Austria und Rapid hatte nur wenig zu bieten. Am Ende stand ein 0:0, das keinem wirklich hilft.

von Alexander Strecha, Alexander Huber

Das 332. Wiener Derby wird nicht nur ob des torlosen Ausgangs nicht in die Geschichte eingehen. Durch das 0:0 schwanden die Chancen der Austria auf die Top 6, nun bedarf es dafĂŒr in den verbleibenden zwei Runden eines Fußball-Wunders. Rapid wiederum verlor gegenĂŒber Salzburg an Boden und liegt fĂŒnf ZĂ€hler hinter dem Leader.

AUSTRIA WIEN - RAPID WIEN 0:0
Gelbe Karten:
Fitz, Martel, Ebner bzw. Barac.
Austria: Pentz - Zwierschitz, Schösswendter, Palmer-Brown, Wimmer - Martel - Teigl (76. Jukic), Fitz, Sarkaria - Djuricin, Monschein (60. Ebner).
Rapid: Strebinger - Stojkovic, Hofmann, Barac, Ullmann - D. Ljubicic, Petrovic (88. Grahovac) - Schick, Demir (76. KnasmĂŒllner), Fountas (88. Ritzmaier) - Kara.

Fairness wurde schon vor dem Spiel hochgehalten. Die Austria gedachte der verstorbenen Rapid-Legende Zlatko Kranjcar. Die Rapidler liefen mit Trauerflor und speziellem AufwĂ€rmdress ein. Die Pullover mit der Botschaft „Danke, Zizo“ werden fĂŒr die Erdbebenhilfe in Kranjcars Heimat Kroatien versteigert.

Das Derby startete mit viel Tempo, vor allem die Austria versuchte in der Offensive fĂŒr Wirbel zu sorgen und agierte im mutigen 4-1-3-2 zunĂ€chst etwas prĂ€ziser als die fehlerhaften Rapidler. Die Veilchen verfolgten den Plan, mit den schnellen Teigl ĂŒber rechts und Wimmer und Sarkaria ĂŒber links LĂŒcken zu finden und die Doppelspitze Monschein – Djuricin in Position zu bringen. Gestoppt wurden die Unternehmungen oft von Stojkovic, Rapids Bestem.

Kampf statt Eleganz

Leidenschaft und Kampf waren die vorherrschenden Eigenschaften, die spielerische Linie und Torchancen suchten beide Teams vergeblich. Ein Schuss von Djuricin konnte den Ruhepuls von Rapid-Tormann Strebinger nicht anheben (23.).

Die beiden Coaches Didi KĂŒhbauer und Peter Stöger diskutierten am Spielfeldrand immer wieder in aller Freundschaft diverse Aktionen. Und sahen, wie die GrĂŒn-Weißen in Folge mehr Kontrolle ĂŒber das Geschehen gewannen und sich vorsichtig dem violetten GehĂ€use annĂ€herten.

Demir war erstmals in einem Derby von Beginn an dabei, der 17-JĂ€hrige sollte im 4-2-3-1 fĂŒr die entscheidenden Ideen sorgen. Meist war aber spĂ€testens beim wiedergenesen Palmer-Brown Schluss mit der Offensive. Einen Schuss von Kara konnte Austrias Goalie Pentz nicht bĂ€ndigen, schaufelte den Ball aber ĂŒber die Latte (34.). Ein Versuch von Fountas kurz danach landete auf der OsttribĂŒne. So endete eine enttĂ€uschende erste HĂ€lfte ohne echte Torchance.

Nach dem Wechsel wirkte Rapid aktiver, auch weil Demir mehr BÀlle bekam und dann gut verteilte. Die Austria zeigte sich beeindruckt, die Violetten waren in Ballbesitz viel zu hektisch. Rapid kam jetzt auch gefÀhrlicher in den Strafraum. Fountas fehlte nach der schönsten Kombination die Leichtigkeit aus der Zeit vor dem Handbruch.

FUSSBALL: TIPICO BUNDESLIGA / GRUNDDURCHGANG:  FK AUSTRIA WIEN - SK RAPID

Zwei Minuten und einen Doppelpass mit Ullmann spĂ€ter schlenzte Kara den Ball aus sehr guter Position ĂŒbers lange Eck (52.). Kara hatte nur wenig spĂ€ter wieder die FĂŒhrung auf dem Fuß, nutzte ein Abstimmungsproblem der violetten Abwehr, er verfehlte das Ziel nur um Zentimeter.

Verjuxter Rapid-Sieg

Stöger reagierte und brachte Ebner fĂŒr das zentrale Mittelfeld, auch um Demirs Kreise zu stören. Im Konter suchte man das GlĂŒck und fand die beste Chance vor. Martels Schuss wehrte Strebinger kurz ab, der aktive Djuricin staubte aber aus Abseitsposition ab (65.). Rapid blieb dem Sieg aber nĂ€her, auch Fountas verbuchte noch eine gute Möglichkeit. Die Austria, eigentlich unter Siegzwang, spielte die Umschaltmöglichkeiten viel zu ungenau. Wie schon im Herbst haderte Rapid am Ende mit einem Remis, zumal KnasmĂŒllner an die Latte köpfelte und dann Kara aus zwei Metern an Pentz scheiterte (90.).

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