Albaniens Taulant Xhaka (li.) testete im März auch schon gegen Österreichs Auswahl.

© APA/AFP/JOE KLAMAR

EM-Starter, Teil 16
06/01/2016

Wenn Brüder beim EM-Start zu Rivalen werden

Xhaka (Albanien) gegen Xhaka (Schweiz) lautet das ungewöhnlichste Duell in der Gruppenphase.

Die erstmalige EM-Qualifikation löste eine ungeahnte Fußball-Euphorie in Albanien aus. Die offizielle Verabschiedung des Teams aber fand nicht in dem (2,7 Millionen Einwohner zählenden) kleinen Balkanland statt, sondern am Montag in Österreich. In der Rüstkammer des Wiener Kunsthistorischen Museums. Dort sind Helm und Schwert des albanischen Nationalhelden Skanderbeg aufbewahrt. Der albanische Botschafter in Wien erinnerte daran, dass Skanderbeg im Mittelalter Albanien vor einer türkischen Invasion bewahrt hatte.

Nach Fürst Skanderbeg ist auch jener albanische Klub benannt, bei dem der Ex-Rapidler Hamdi Salihi, 32, Schützenkönig wurde. Teamchef Giovanni de Biasi berief den 50-fachen Internationalen dennoch nicht ein, der sich in Bad Waltersdorf auf die EM vorbereitet. Der Italiener, der inzwischen auch albanischer Staatsbürger geworden ist, zieht – eine Parallele zu Marcel Koller – großteils Legionäre den Spielern aus der nationalen albanischen Liga vor.

Legionärsteam

De Biasis Aufgebot setzt sich aus Spielern aus 13 Ländern zusammen, weshalb allein schon aus Zeit- und logistischen Gründen eine große Verabschiedung in Albaniens Hauptstadt Tirana kaum möglich gewesen wäre.

Mit zwei albanischen EM-Spielern hat sich der Österreicher Marc Janko heuer nicht nur beim freundschaftlichen Länderspiel (2:1 für Österreich), sondern oft auch im Klubtraining gematcht. Abwehrspieler Naser Aliji, Mittelfeldmotor Taulant Xhaka und Janko feierten in der vergangenen Woche mit dem FC Basel den Schweizer Meistertitel. Aliji und Taulant Xhaka (25) sind ebenso wie Granit Xhaka (23) in Basel aufgewachsen . Nur ist Granit Xhaka (soeben für 45 Millionen von Mönchengladbach zu Arsenal gewechselt) im Gegensatz zu Taulant Schweizer Staatsbürger.

Zum Auftakt wird Albanien auf die Schweiz treffen. Womit es zu einem Bruderduell Xhaka vs. Xhaka kommt. Insgesamt sind fünf Schweiz-Legionäre im Kader.

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