2008 tröstete Hamit Altintop (Türkei) in Wien Verlierer Robert Kovac.

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Gruppe D
06/12/2016

Die Kroaten brennen auf Revanche

In Wien gab es vor acht Jahren eine bittere EM-Niederlage gegen den heutigen Gegner Türkei.

Die Kroaten sind das große Fragezeichen dieser EM. Einerseits strotzt der Kader vor Qualität, andererseits ist der Zusammenhalt ausbaufähig. In der Vergangenheit gab es oft Zwist innerhalb der Mannschaft. Für das Unternehmen Frankreich wollen die Kroaten, die heute (15 Uhr) im Pariser Parc-des-Princes-Stadion gegen die Türken ins Turnier starten, aber an einem Strang ziehen. "Es ist Zeit für Kroatien, endlich wieder etwas Großes zu erreichen. Wir wollen unser Volk stolz machen", sagt Barcelona-Star Ivan Rakitic.

Die seit sieben Spielen ungeschlagenen Kroaten gehen mit viel Pathos und noch höheren Erwartungen in das Turnier. Die Stars wie Luka Modric, Mario Mandzukic oder eben Rakitic sind alle fit, das Team ist heiß. Trainer Ante Cacic sieht seine Mannschaft "unter den zehn besten Teams in Europa".

Vor einer Woche feierten die Kroaten gegen San Marino ein 10:0-Schützenfest – es war der höchste Sieg in der Geschichte als eigenständige Nation. Nun wird’s härter. "Wir haben eine sehr schwierige Gruppe", sagte Mittelfeld-Star Modric über die Gegner Türkei, Spanien und Tschechien. Als Schlüssel für das Weiterkommen bezeichnete Modric das Türkei-Spiel, das auch die Gelegenheit für eine Revanche bietet: Im Wiener Ernst-Happel-Stadion war Kroatien 2008 im EM-Viertelfinale in der 119. Minute in Führung gegangen, Semih Sentürk gelang jedoch drei Minuten später der Ausgleich. Im Elfmeterschießen scheiterten Modric, Rakitic und Mladen Petric, die Türkei gewann mit 3:1.

"Das war der schwierigste Moment meiner Karriere", sagte Rakitic in einem kicker-Interview. "Am liebsten hätte ich mich danach in einer dunklen Ecke verkrochen."

Türkei-Trainer Fatih Terim war damals auch dabei, er gab seinen Landsleuten in seiner dritten Amtszeit (seit 2013) neuen Mut. "Die Türkei gibt niemals auf, das ist in unserer DNA", erklärt der 62-Jährige. Nach nur einer Niederlage in den vergangenen 15 Spielen (inklusive 2:1-Sieg gegen Österreich) ist das Selbstbewusstsein groß: "Warum sollten wir es in Frankreich nicht bis ins Endspiel schaffen?", fragt Terim.

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