2015 siegte Rosberg in Mexiko-Stadt.

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Mexiko-GP: Dünne Luft beim Höhenthriller
10/28/2016

Mexiko-GP: Dünne Luft beim Höhenthriller

Das spannendste Saisonfinale der letzten Jahre geht in die nächste Runde.

von Mathias Kainz

Die Saison 2016 wird vor allem für eines in Erinnerung bleiben: Das andauernde Hin und Her zwischen den beiden Mercedes-Stars Lewis Hamilton und Nico Rosberg. Nach nur vier Rennen lag Rosberg 43 Punkte vor Hamilton - dann drehte der Brite den Spieß um, holte sich in Ungarn die WM-Führung - erstmals seit dem WM-Titel 2015. Dann schlug Rosberg zurück, ging in Singapur wieder an Hamilton vorbei und baute den Vorsprung - dank Hamiltons Pech in Malaysia - auf zwischenzeitlich 33 Punkte aus.

In Austin war Hamilton wieder an der Reihe, sicherte sich seinen ersten Sieg seit dem Deutschland-Grand-Prix. Aber: Rosberg wurde Zweiter, sein Vorsprung schmolz nur auf 26 Punkte. Der Deutsche blieb damit auf Kurs - denn selbst wenn Hamilton die verbleibenden Rennen gewinnt, genügt es Rosberg, zweimal Zweiter und einmal Dritter zu werden, um seinen ersten WM-Titel zu sichern. Hamilton ist also auf einen Patzer seines Rivalen angewiesen - daran hat sich auch nach Austin nichts verändert.

Unter diesen Vorzeichen geht es für den Formel-1-Zirkus nun zum Grand Prix von Mexiko. Das Rennen, das 2015 sein Comeback nach mehr als 20 Jahren WM-Pause feierte, ist für die Teams eine besondere Herausfoderung: Denn: Es ist das höchste Rennen des Jahres. Auf 2.289 Metern über dem Meeresspiegel liegt in Mexiko die Start-Ziel-Gerade - die zweithöchst-gelegene Strecke ist übrigens der Red-Bull-Ring mit 785 Metern.

Das bringt für Fahrer und Technik gleichermaßen besondere Herausforderungen: Die Höhenluft bietet weniger Sauerstoff und damit raschere Ermüdung für die Fahrer. Für die Motoren hingegen heißt weniger Sauerstoff eine schlechtere Verbrennung. Zum Ausgleich dreht der Turbolader schneller, was allerdings auch eine höhere Anfälligkeit für Defekte mit sich bringt.

Rosberg mit erstem Titel-Matchball

Die Höhenlage hat jedoch noch einen weiteren Effekt: Der geringe Luftdruck verringert den Abtrieb der Boliden, was vor allem auf der 1,2 Kilometer langen Start-Ziel-Geraden des Autodromo Hermanos Rodriguez eine Rolle spielt: Im vergangenen Jahr erreichte die Formel 1 dort Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 360 Stundenkilometer, mit der gesteigerten Leistung für 2017 könnte dieser Wert noch einmal in die Höhe schnellen.

Die Pole-Position und den Rennsieg im vergangenen Jahr sicherte sich Rosberg vor Hamilton. Es war der Auftakt zu einer Serie von saisonübergreifend sieben Siegen in Folge. Sollte er seinen Vorjahressieg am Sonntag (Start um 20.00 Uhr) wiederholen können, stünde sein Vorsprung schlechtestenfalls erneut bei 33 Punkten. Im für Rosberg günstigsten Fall könnte er am Sonntag sogar schon als Weltmeister feststehen - dann nämlich, wenn er das Rennen gewinnt und Hamilton bestenfalls als Zehnter ins Ziel kommt.

Grand Prix von Mexiko - Zeitplan
1. Freies Training Freitag 17.00 Uhr Sky
2. Freies Training Freitag 21.00 Uhr Sky
3. Freies Training Samstag 17.00 Uhr Sky
Qualifying Samstag 20.00 Uhr Sky, N-TV
Rennen Sonntag 20.00 Uhr ORF 1, Sky, RTL
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