Schauplatz Stadthalle: An den besten Tagen kommen bis zu 9.600 Fans. 

© Bildagentur Zolles KG/Christian Hofer

Sport
10/21/2019

Ab Montag ist Wien der Mittelpunkt der Tennis-Welt

Die Erste Bank Open in der Wiener Stadthalle sind Österreichs höchstdotiertes Sportevent.

von Harald Ottawa

„Wir haben ein Jahr lang darauf hingearbeitet. Jetzt wird es ernst.“ Turnierboss Herwig Straka eröffnete am Samstag um 12 Uhr mit der Auslosung offiziell das Spektakel, das auf den Namen Erste Bank Open hört. Am Montag startet in der Wiener Stadthalle der Saison-Höhepunkt im rot-weiß-roten Tennissport. Ein Hartplatz-Turnier als Highlight der Superlative. Was man zuvor noch wissen sollte...

Nummer eins im Sport

Das Turnier ist Österreichs höchstdotierte Sportveranstaltung. Gesamt wird um 2.433.810 Euro gespielt.

Größtes Tennisturnier

Wien ist seit 2015 als einziges Turnier Österreichs ein ATP-500-Turnier (dritte Kategorie nach Grand-Slam-Turnieren und ATP-1000-Turnieren).

Besucher-Ansturm

Im vergangenen Jahr konnte die 60.000-Zuschauer-Marke geknackt werden. Knapp 71 Prozent kamen davon im Vorjahr aus Österreich, zehn aus Ungarn. Einen Vorgeschmack darauf, was uns heuer erwartet, lieferte der Quali-Sonntag. Vor den Pforten der Stadthalle musste man sich schön anstellen, auch die beiden Hallen waren gut gefüllt. 

Helping Hands

Knapp 400 Leute arbeiten heuer an einem reibungslosen Verlauf in der Stadthalle mit.

Große Aufmerksamkeit

Der nationale Medienwert betrug im Vorjahr 8.9 Millionen Euro. Die Übertragungszeit heuer soll rund 3.500 Stunden betragen – das Turnier ist auf allen Kontinenten zu sehen.

Drei Heimsiege

Bislang konnten zwei Österreicher den Einzelbewerb gewinnen. Jürgen Melzer siegte 2009 und 2010, Horst Skoff 1988. Damals gab es gegen Thomas Muster das erste rein österreichische Finale, 2010 schlug Melzer den Waldviertler Andreas Haider-Maurer.

Rekordsieger

Der US-Star Brain Gottfried gewann in der 45-jährigen Turniergeschichte als einziger Spieler vier Mal (1977, 1980, 1982 und 1983). Der erste Sieger war 1974 mit Vitas Gerulaitis ebenfalls ein Amerikaner.

Auffangbecken für Superstars

Bisher sind 21 aller 26 Weltranglisten-Ersten in Wien angetreten.

Die großen Vier

Novak Djokovic war zwei Mal dabei und holte sich 2007 den Titel. Roger Federer triumphierte 2002 und 2003, beim zweiten Mal schon als regierender Wimbledon-Sieger. Andy Murray ist in Wien noch unbesiegt, der zweifache Olympiasieger im Einzel gewann 2014 und 2016. Rafael Nadal sagte vor vierzehn Jahren Minuten vor Nennschluss ab.

Die Heimspieler

Local Hero Dominic Thiem ist zum zweiten Mal nach 2018 in der Stadthalle topgesetzt. Im Vorjahr scheiterte Österreichs Topmann im Viertelfinale am Japaner Kei Nishikori, der heuer kurzfristig absagte. Der Ranglisten-Fünfte trifft am Dienstag auf Jo-Wilfried Tsonga, auch der zweite Österreicher im Hauptbewerb fordert einen Franzosen, Thiem-Freund Dennis Novak trifft auf Gaël Monfils. Drei weitere Österreicher scheiterten in der ersten Runde der Qualifikation.

Die Stars von Morgen

Die Kanadier Denis Shapovalov (20) und Félix Auger-Aliassime sowie der erst 18-jährige Südtiroler Jannik Sinner gelten als kommende Superstars. Zwei 23-Jährige haben sich schon etabliert – der Italiener Matteo Berrettini und der Russe Karen Chatschanow.