Sport
03.06.2017

Erfolgreich auf den Spuren von Dominic Thiem

Der Wiener Paul Werren spielte beim Jugendturnier "Longines Future Tennis Aces" groß auf.

Abseits der großen Courts von Roland Garros trafen etwas nördlich Youngsters aufeinander, die auch einmal dorthin kommen wollen. Im Hochhausviertel La Defense ging die achte Auflage des Longines Future Tennis Aces über die Bühne, ein Aufeinandertreffen der weltbesten U-13-Spieler.

Mittendrin statt nur dabei ist Österreichs Bester in dieser Altersklasse, der Wiener Paul Werren, der bis ins Semifinale kam. Selbstbewusst und redegewandt wie ein Profi gab der Gymnasiast seine ersten Interviews. "Meine Vorbilder sind Roger Federer und Rafael Nadal." Mit Federer hat er einiges gemein. "Er konnte in seinen ersten Jahren auch sehr emotional sein. Aber wir sind beide mit den Jahren ruhiger geworden", sagt der 12-Jährige, der auch ein anderes großes Ziel verfolgt. "Mein Traum ist es, einmal im Daviscup für Österreich zu spielen." Nachsatz: "Am besten mit Dominic Thiem."

Sich selbst bezeichnet Werren als Offensivspieler – und als Spätstarter. "Ich habe meinem Vater zugeschaut beim Spielen und wollte das unbedingt auch probieren." Dieser hätte ihn dann zu Trainer Martin Pauer gebracht. Der ist begeistert vom Ehrgeiz seines Sprösslings: "Vielleicht hat er nicht das begnadete Talent. Aber er ist enorm lernfähig. Wenn du ihm nach dem Training etwas erzählst, berücksichtigt er dies schon beim nächsten", sagt Pauer.

Gestern war der Coach nach dem Sieg gegen den besten Deutschen angetan. "Paul hat sensationell gespielt."