Sport 17.04.2018

Empörung über Zirkusbären bei Fußballspiel in Russland

© Bild: YouTube/FC-Angusht

Video: Zirkusbär Tim sollte vor einem Spiel für Unterhaltung sorgen. Tierschutzorganisationen zeigen sich deswegen schockiert.

Die Verantwortlichen des russischen Drittligisten FC Mashuk werden mit Vorwürfen der Tierquälerei konfrontiert, nachdem sie vor dem Meisterschaftsspiel gegen den FC Angusht Nazran zur Unterhaltung der Fans einen Zirkusbären ins Stadion bringen ließen. Das dressierte Tier schlug die Tatzen zusammen und übergab dem Unparteiischen des Spiels den Matchball. Tierschützer zeigen sich über diese Art der Unterhaltung empört. Der BBC sagte Elisa Allen, Direktorin der Tierschutzorganisation PETA: "Der Einsatz des Bären ist gefährlich, unmoralisch und völlig lebensfremd. Brian da Cal von vier Pfoten zeigte sich ebenfalls empört: "An dieser Art von Missbrauch gibt es nichts Fröhliches."

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Zeitweise machten Gerüchte im Internet die Runde, dass der Bär auch bei der Weltmeisterschaft in Russland, die am 14. Juni beginnt, zu Unterhaltungszwecken eingesetzt werden soll. Der Fußballweltverband FIFA dementierte diese jedoch umgehend. Neben Mütterchen Russland gilt der russische Bär als nationale Personifikation des Landes. Er ziert das Logo der Partei Einiges Russland, welche über die absolute Mehrheit im Parlament verfügt. Das Maskottchen der Olympischen Sommerspiele 1980 in Russland war ebenfalls ein Raubtier mit dem Namen Mischa. Auftritte der Tiere bei Sportveranstaltungen sind in Russland keine Seltenheit: 2017 wurde ein Bär im Eishockey-Leiberl und auf vier Rädern aufs Eis geführt, um dem Team von Lokomotiv Jaroslawl Medaillen zu überreichen. 

( kurier.at , zak ) Erstellt am 17.04.2018