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Sport
08/15/2019

EL-Quali: Die Eckpfeiler für eine violette Überraschung

Nach dem 5:1-Sieg in Mattersburg hofft die Austria vor dem Rückspiel auf Zypern auf den Aufstieg.

von Harald Ottawa

Siege! Für Austrias Trainer Christian Ilzer die beste Mutinjektion in Phasen wie diesen. Besser als ständige Durchhalte-Parolen. Der 5:1-Sieg in Mattersburg am Sonntag nach drei Pflichtspiel-Niederlagen verbunden mit teilweise sehr mäßigen Darbietungen konnte vor dem heutigen Rückspiel bei Apollon Limassol (19 Uhr, live in ORF eins) nicht besser kommen.

"Das Mattersburg-Spiel war ein Schritt in die richtige Richtung, ein wichtiges Erfolgserlebnis. Wir müssen unsere Leistungen jetzt von Woche zu Woche steigern und eine immer bessere Mischung finden", sagt Ilzer vor dem Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde zur Europa League. "Wir können den Aufstieg noch schaffen." Trotzdem: Es gilt ein 1:2 vom Heimspiel aufzuholen.

Was sind die Eckpfeiler einer möglichen kleinen Überraschung?

Belebte Offensive:

Bei Christoph Monschein könnte in Mattersburg der Knoten geplatzt sein. Er erzielte seine ersten drei Saisontore und zeigte, dass Austrias Stürmer auch treffen können. "Wir haben gesehen, dass wir fünf Tore machen können. Da wollen wir die zwei auch schaffen", sagt Monschein, der ganz vorne den Solisten geben wird. Auch der 20-jährige Dominik Fitz, der aus der zweiten Reihe stürmt, tankte in Mattersburg Selbstvertrauen. "Es wäre nicht allzu schlau, sie runterzunehmen", sagt Ilzer. Max Sax könnte nach seiner Verletzung als Joker zum Einsatz kommen.

Fußball, Mattersburg - Austria

Neue Innenverteidigung:

Da  Michael Madl  wegen eine Knieblessur rund acht Wochen ausfällt, soll der 25-jährige Tarkan Serbest vorerst einmal auf Zypern Routine in die Innenverteidigung bringen. Neuzugang Johannes Handl könnte sich wie schon in Mattersburg bewähren. „Er hat eine Talentprobe abgeliefert und kann sich nun wieder beweisen“, sagt Ilzer. 

Die Routiniers:

Alexander Grünwald erhielt in Mattersburg in der ersten Hälfte eine lang ersehnte Pause, spielte dann ebenso groß auf. Der Kapitän zählt wie Florian Klein zu den Routiniers im Team, auf sie kommt auf Zypern eine große Rolle zu.

Fußball, Austria Wien - Apollon Limassol FC

Hitzebeständigkeit:

Die Bedingungen in Nikosia (das Tsirio Stadion in Limassol entspricht nicht den Anforderungen der UEFA) sind ähnlich wie jene in Mattersburg. "Das wird uns auch erwarten", sagt Christoph Monschein, der nicht das Umfeld, sondern die heißen Temperaturen meint. Im Burgenland war es am Sonntag ausgesprochen schwül, die Austria hat sich also in wahrsten Sinne des Wortes gut aufgewärmt.

Die Statistik:

Die Austria kann Anleihen an der jüngsten Vergangenheit nehmen. 2017 haben die Wiener nach einem 0:0 im Heimspiel mit 2:1 bei AEK Limassol gewonnen. Ein Resultat, das zumindest für eine Verlängerung reichen würde.