Als Favorit im Mittelpunkt: Der 30-jährige Niederländer Michael van Gerwen ist die Nummer eins der Welt und geht am Freitag als Titelverteidiger in die Darts-WM. 

© APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS

Sport
12/13/2019

Darts-WM: In London fliegen wieder die Pfeile

Beim Spektakel im Londoner Alexandra Palace geht es um fast drei Millionen Euro Preisgeld.

von Günther Pavlovics

Ab Freitag (20 Uhr) werden in England wieder Pfeile geworfen. Im Londoner Alexandra Palace, auch „Ally Pally“ genannt, findet die 27. Darts-WM der Professional Darts Corporation (PDC) statt. 96 Teilnehmer aus 28 Ländern spielen um die begehrte „Sid Waddell Trophy“. Der Weltmeister wird am Abend des 1. Jänner 2020 gekürt. Der KURIER liefert die wichtigsten Fragen und Antworten zum Turnier.

Wie setzt sich das Starterfeld zusammen?

Zwei Spielerinnen und 94 Spieler sind mit dabei, darunter die besten 32 der PDC-Weltrangliste, die sich aus den Preisgeldern der letzten zwei Jahre ergibt. Die 32 Besten der „PDC Pro Tour Oder of Merit“ sind auch fix dabei. Weiter 32 Teilnehmer kamen über Qualifikationsturniere der Asien-, Ozeanien- und Development-Tour zur WM.

Dürfen auch Frauen mitspielen?

Ja. Aber nur selten konnte sich eine in der Qualifikation gegen die Männer durchsetzen. Deshalb gab es wie schon im letzten Jahr zwei Frauen-Qualifikationsturniere. Die 37-jährige Japanerin Mikuru Suzuki kam über die globale Qualifikation ins Turnier, die 25-jährige Engländerin Fallon Sherrock über die britische Qualifikation.

Wie viele Österreicher sind dabei?

Drei. Aushängeschild ist Mensur Suljovic. Der 47-jährige Wiener ist dir Nr. 11 der Welt, er steigt daher erst am 21. Dezember in Runde zwei in das WM-Turnier ein. Er bekommt es entweder mit dem Engländer Ted Evetts – aktuell bester Nachwuchsspieler der PDC – oder dessen Landsfrau Fallon Sherrock zu tun. Zoran Lerchbacher ist als erster an der Reihe: Der 47-jährige Steirer ist zum vierten Mal bei einer WM und spielt bereits am Samstagabend (2. Partie nach 20 Uhr MEZ) gegen den Engländer Jamie Hughes. Rowby-John Rodriguez kam über die „PDC Pro Tour Oder of Merit“ zur WM. Der 25-jährige Wiener spielt bei seiner 5. WM Dienstagnachmittag (3. Partie nach 13.30 Uhr) gegen Noel Malicedem von den Philippinen. Es sind auch nur drei Deutsche dabei.

Wie viel Geld erhält der Turniersieger?

Nach einem neuen Rekord in Sachen Preisgeld bei der letzten WM ist für die besten Spieler auch heuer wieder gutes Geld zu machen. Insgesamt werden 2,5 Millionen britische Pfund (2,96 Millionen Euro) ausgeschüttet: Der Titelträger darf sich nach dem Finale über 500.000 Pfund (rund 590.000 Euro) freuen, der Zweitplatzierte über 200.000 Pfund (236.000 Euro). Zusätzlich besteht die Möglichkeit, mit einem 9-Darter 10.000 Pfund (11.800 Euro) zu verdienen. Von 501 auf Null mit neun Würfen, den letzten davon in ein Doppelfeld (äußerer Ring am Board) – das war bei einer WM bisher nur neun Mal zu sehen, zuletzt 2016 (Gary Anderson). Gelingt dieses Kunststück mehreren Spielern, wird der Bonus geteilt.

Wo ist die WM im TV live zu sehen?

Sport1 überträgt sämtliche WM-Spiele live im Free-TV – 115 Stunden. Im vergangenen Jahr erreichte der Sender über die gesamte WM mehr als drei Millionen Zuschauer. Allein im Finale schalteten in der Spitze 1,79 Millionen ein, im Schnitt waren es 1,49 Millionen. Auch der Streamingdienst DAZN überträgt live.

Wer sind die Favoriten auf den Titel?

Der große Favorit ist der Niederländer Michael van Gerwen: Der 30-Jährige ist die Nummer eins der PDC und der amtierende Weltmeister (tipp3-Quote 2,10). Grand-Slam-Sieger und Ex-Rugby-Spieler Gerwyn Price aus Wales hat sich in den vergangenen Monaten als ernst zu nehmender Gegner herauskristallisiert (Quote 5,50). Mit Abstand folgen der Schotte Peter Wright und der Engländer Rob Cross (beide Quote 14,00). Für Mensur Suljovic als Weltmeister bekommt man für einen Euro satte 49.

Wer steht im Alexandra Palace sonst noch im Fokus?

Raymond van Barneveld hatte schon häufiger seinen Rücktritt angekündigt. Nun macht der 52-jährige Niederländer aber tatsächlich ernst. Zum Auftakt wird „Barney“ am Samstag vom Amerikaner Darin Young gefordert. Raymond van Barneveld war langjähriger Konkurrent von Phil Taylor. Der 16-fache Weltmeister aus England hat bei seinem letzten Auftritt vor zwei Jahren noch einmal sensationell das Finale erreicht – mit 57 Jahren.

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