Dank des Trainings in Äthiopien: Ketema will wieder Höhenluft schnuppern

Dank des Trainings in Äthiopien:  Ketema will wieder Höhenluft schnuppern
39. Vienna City Marathon: Der österreichische Wien-Rekordler peilt das Ticket für die EM an.

Ein bisschen müde wirkt Marathon-Ass Lemawork Ketema. Prinzipiell ist dies keine gute Idee wenige Tage vor dem Vienna City Marathon, in seinem Fall aber irgendwo verständlich. Immerhin kam der 35-Jährige erst am Mittwoch aus Äthiopien geflogen. Dort, wo er sich zuletzt „in Höhen zwischen 2.500 und 3.000 Metern“ auf den Sonntag vorbereitete, für den er sich zumindest eines vorgenommen hat: „Ich möchte das EM-Limit unterbieten.“ 2:14:30 muss er laufen, um in München Mitte August dabei zu sein.
 

Sport Talk mit Wolfgang Konrad

"Erstmals besser"

Ketema weiß, dass er da ein bisschen tiefstapelt. Immerhin lief der gebürtige Äthiopier vor drei Jahren beim Wien-Marathon in 2:10:44 österreichischen Rekord, eine Zeit, die erst Peter Herzog (in Wien im Halbmarathon dabei) 2020 auf dem leichteren Kurs in London (2:10:06) unterboten hat. „Wenn es wirklich gut läuft, kann es ein Rekord werden. Aber die Zeit nach Olympia war nicht einfach.“ Nach den Spielen in Tokio im Vorjahr, wo er auf der Marathon-Distanz nach 15 Kilometern mit muskulären Problemen aufgab, gesellten sich zu Verletzungen Formkrisen. „Jetzt geht es erstmals besser.“

Während Ketema noch einen Pacemaker sucht, hat Timon Theuer mit Mittelstrecken-Ass Andreas Vojta einen Topmann. Das Halbmarathon-Spezialist (Bestzeit: 1:02:34) startet seine Wien-Premiere im Marathon. Und schielt auch Richtung EM-Limit: „Wenn ich es mir nicht zutrauen würde, würde ich es nicht machen.“

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