© Nick Dach

Sport
03/02/2021

Was im Nachwuchssport ab 15. März konkret erlaubt ist

Kleingruppen-Training mit 2-Meter-Abstand, Sport nur im Freien und nur bis zum Alter von 18 Jahren. Testpflicht ist noch nicht geklärt.

von Alexander Strecha, Günther Pavlovics

Der erste Schritt in Richtung Bewegung ist gelungen. Kinder und Jugendliche, die ohnehin in ihren Schulen auf Corona getestet werden, dürfen ab 15. März auch in ihren Vereinen Sport treiben. Wer am Vormittag negativ ist, wird es auch am Nachmittag sein, so die logische Argumentation der Sport-Dachverbände. Und dennoch bleiben nach der recht allgemein gehaltenen Ankündigung der Regierung einige Fragen offen. 

Zumal Bundeskanzler Sebastian Kurz von der Öffnung des Schulsports gesprochen hat, der ohnehin schon seit 8. Februar 2020 stattfinden darf. Vielmehr handelt es sich nun um Lockerungen beim Vereinssport. Noch in dieser Wochen müssen auch in diesem Bereich Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober genaue Details auf den Tisch legen.

Wo darf trainiert werden?

Nur im Freien und mit einem Abstand von zwei Metern. Der Indoor-Sport ist von den leichten Lockerungen nicht betroffen, weshalb die meisten Tennishallen-Betreiber ihr mobiles Dach dieser Tage schon abtragen und die Freiluft-Saison vorbereiten. 

Noch offen ist beim Sport im Freien die erlaubte Gruppengröße und auch, ob es tatsächlich zu Testpflichten kommen wird. Matches oder Bewerbe bleiben untersagt. Grundsätzlich ist eine Öffnung für alle Sportarten angedacht, dabei dürfen aber nur Übungsformen gewählt werden, bei denen der Abstand eingehalten werden kann.

Bis zu welchem Alter ist der Sport für Kinder und Jugendliche erlaubt?

Diese Frage wartet auf eine schnelle Klärung. Grundsätzlich wäre logisch, dass alle Schulpflichtigen, die auch in ihrem Schulen getestet werden, danach Sport im Verein treiben dürfen. Somit würde das für alle bis zum Alter von 18 Jahren gelten.

In welcher Form wird Sport erlaubt sein?

Theoretisch hat man jetzt schon in Kleinstgruppen im Park oder auf Wiesen trainieren können. Es darf nun beispielsweise beim Fußball ein kontaktfreies Training abgehalten werden, aber kein Match, nicht einmal ein gruppeninternes.

Was geschieht mit dem Amateursport?

Das weiß aktuell niemand. Fest steht, dass in den kommenden Wochen evaluiert werden muss. Die Sport-dachverbände und auch der ÖFB werden Gespräche mit Sportminister Kogler und Gesundheitsminister Anschober suchen, um diese Fragen schnell beantworten zu können.

Was ist im Amateurfußball noch möglich?

Es ist jetzt schon klar, dass nur die Hinrunde der jeweiligen Ligen fertig gespielt werden können, für die Rückrunde bleibt keine Zeit mehr. „Ich bin froh, dass wir Vorsorge getroffen  und das Reglement dementsprechend geändert haben“, so Thomas Hollerer, Generalsekretär des ÖFB. In den meisten Ligen müssen noch zwischen zwei und fünf Runden absolviert werden, um eine Wertung der Saison zu erzielen.

Markus Katzer, Sportdirektor der Vienna, mahnt zur Eile: „Es wird immer enger.“ Sogar das Restprogramm der Hinrunde sieht er in Gefahr. „Was, wenn wir in ein paar Wochen wieder einen Lockdown haben? Dann verschiebt sich alles nach hinten.“ Er rechnet vor, dass ein Mannschaftstraining als Vorbereitung auf die Restsaison Mitte April starten müsste, ehe man Mitte Mai wieder den Liga-Betrieb anpfeifen könnte.

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