Sport
05.04.2018

Conor McGregor nach Angriff auf Rivalen von Polizei gesucht

UFC-Superstar Conor McGregor hat seiner Karriere wohl selbst ein Ende gesetzt - mit einem Eklat in New York.

Der frühere zweifache UFC-Weltmeister Conor McGregor, der mit seinem Millionen-Boxkampf gegen Floyd Mayweather im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt hatte, sorgte nun vor einem Event der UFC (Ultimate Fighting Championship) in New York für einen Skandal. Der 29-jährige Ire stürmte nach der Pressekonferenz vor UFC 223 im Barclays Center in New York am Samstag das Veranstaltungszentrum und attackierte gemeinsam mit einer Gruppe von Anhängern den Bus der Kämpfer.

Laut UFC-Präsident Dana White wurde McGregor von für das Event akkreditierten Angestellten seiner Marke "TheMacLife" in das Barclays Center gelassen, als die für Samstag gebuchten Kämpfer gerade mit einem Bus in Richtung Hotel abfuhren. McGregor und seine Anhänger bewarfen den Bus mit Stühlen, Fahrradständern und anderen Gegenständen, wobei einer der Kämpfer - Michael Chiesa - schwere Verletzungen im Gesicht erlitt.

 

Für die Veranstaltung am Samstag könnte der Angriff ebenfalls Konsequenzen haben. Das Antreten von Chiesa ist unwahrscheinlich, er soll schwere Schnittverletzungen am Kopf erlitten haben. Auch die übrigen Kämpfer im Bus, darunter etwa Frauen-Strohgewichtschampion Rose Namajunas, sollen von der Attacke sichtlich mitgenommen sein.

Fehde mit Nurmagomedov

McGregor hatte in den vergangenen Jahren einen kometenhaften Aufstieg erlebt: Vom arbeitslosen Amateurkämpfer in Dublin stieg er binnen weniger Jahre zum UFC-Champion in zwei Gewichtsklassen auf und wurde zum Gesicht des Sports auch außerhalb der USA. 2017 sorgte er mit dem "Boxkampf des Jahrhunderts" gegen Boxlegende Floyd Mayweather für Aufsehen. Der Kampf spielte dem Iren knapp 100 Millionen Dollar in die Börse - trotz klarer Niederlage.

Conor McGregor of Ireland warms up in a boxing ring during a workout at the UFC Performance Center in Las Vegas

Grund für den Angriff dürfte wohl McGregors anhaltende Fehde mit Khabib Nurmagomedov sein. Der Russe ist ungeschlagen und gilt im Kampf um McGregors vakanten Titel am Samstag als großer Favorit - ein Kampf gegen McGregor kam trotz mehrfarcher Versuche bisher aber nicht zustande. Medienberichten zufolge soll Nurmagomedov am Mittwoch McGregors Trainingspartner Artem Lobov - der ursprünglich ebenfalls am Samstag kämpfen sollte, mittlerweile aber von der Card gestrichen wurde - im Hotel bedroht haben, wofür sich McGregor revanchieren wollte.

Im Interview mit MMAJunkie äußerte sich White nach dem Angriff sichtlich verstört. Demnach gebe es für McGregor nun einen Haftbefehl. Auf die Frage nach der Zukunft des irischen Superstars in der UFC äußerte er sich abweisend. "Würden Sie gerade mit ihm Geschäfte machen wollen?"