Sport | Bundesliga
28.05.2017

Rapid schlägt St. Pölten, aber Ried steigt ab

St. Pölten unterliegt einer B-Elf in Wien, bleibt dank des Mattersburger Sieges aber doch erstklassig.

Die Entscheidung ist gefallen: Seit 2005 war die SV Ried in der Bundesliga. Gestern endete die Erstklassigkeit nach einem 2:3 gegen Mattersburg. Konkurrent St. Pölten konnte sich eine 1:2-Niederlage bei Rapid leisten.

Bundesliga - 36. Runde
Red Bull Salzburg - SCR Altach 1:0 (1:0)
Rapid Wien - SKN St. Pölten 2:1 (1:1)
Admira Wacker - Austria Wien 1:6 (1:1)
Wolfsberger AC - Sturm Graz 1:0 (1:0)
SV Ried - SV Mattersburg 2:3 (0:2)

Der Fahrplan der finalen Entscheidung:

16.30 Uhr: Das Fernduell beginnt im ausverkauften Rieder Stadion um zwei Minuten früher als in Hütteldorf, wo die Feierlichkeiten für Steffen Hofmann mit Verspätung endeten.

16.36: Der erste Schock ereilt die Rieder: Nach Flanke von Perlak haut Prada über den Ball, der seine Harmlosigkeit verliert und im langen Eck landet – 0:1. Zu diesem Zeitpunkt liegt Rieds Hart verletzt draußen.

16.41: Steffen Hofmann nimmt auch in seinem Rekordspiel eine tragende Rolle ein und legt die Führung per Eckball vor. Christopher Dibon hält beim Comeback nach der Gehirnerschütterung den Kopf hin und trifft ins Eck zum 1:0 (9.).

16.50: Es wird finster in Ried. Dieses Mal verwertet Patrick Bürger die Vorlage von Perlak. Tormann Gebauer macht äußerst unglückliche Figur – 0:2. Ried holte letztmals 2009 ein 0:2 auf (5:2 gegen den LASK).

16.54: Ein schöner Konter des SKN landet über Drazan bei Hartl. Ausgerechnet Andreas Dober attackiert seinen Ex-Kollegen ungeschickt. Dem Rechtsverteidiger ist es bei seinem Abschiedsspiel zu schnell gegangen – Elfmeter. Lonsana Doumbouya behält die Nerven und trifft. Im Gegenzug hat Huber Glück, dass ein Handspiel im SKN-Strafraum von Referee Jäger als nicht strafbar ausgelegt wurde.

17.07: Doumbouya vergibt die Vorentscheidung im Abstiegskampf. Nach Dibon-Fehler hält Strebinger den Heber des SKN-Stürmers.

17.14: Möschl läuft von links alleine aufs Tor. Vorbei. Sonst wirken die Innviertler nervös, hektisch und spielen zu umständlich.

17.39: Ried startet verbessert in Hälfte zwei. Möschl auf Fröschl, der trifft aus zwei Metern das leere Tor nicht.

17.41: Stefan Nutz macht es besser, er schießt von der Strafraumgrenze zum 1:2 ein, weil Novak den Ball vertändelt. Ried wird aktiver, die Zuschauer auch.

17.44: Hofmann, zum Zweiten: Wieder landet ein (allerdings unberechtigter) Eckball des Kapitäns perfekt bei einem Mitspieler. Christoph Schösswendter überspringt Goalie Riegler und köpfelt zum 2:1 ein. Die Konkurrenten Ried und St. Pölten liegen also wieder zwei Punkte auseinander.

17.52: Nach Drazan-Flanke pariert Strebinger einen Doumbouya-Kopfball und den Nachschuss von Ambichl noch besser.

18.06: Ried drückt an, bleibt aber im Unglück: Der eingewechselte Seidl bugsiert den Ball über die Linie. Mit dem Kopf, mit der Hand? Strittig. Egal, der Treffer zählt. Ein paar Zuschauer werfen die Nerven weg.

18.10: Möschl lässt wieder leise Rieder Hoffnung aufkommen. Anschlusstor per Kopf – 2:3.

18.17: Die Zuschauer hinter Gebauers Tor beruhigen sich nicht. Pyrotechnik wird aufs Spielfeld geworfen. Referee Ouschan unterbricht, schickt die Mannschaften in die Kabine.

18.20: Abpfiff in Hütteldorf. Rapid klettert sogar noch auf End-Platz 5 und bittet um Fan-Unterstützung beim Cup-Finale.

18.21: Es geht weiter in Ried und für die Heimmannschaft der Zweitklassigkeit entgegen.

18.22: Die St. Pöltner bilden einen Kreis und warten stumm auf die Erlösung.

18.25: Abpfiff – 2:3, Ried steigt ab, die St. Pöltner jubeln in Hütteldorf.

Rapid Wien 2:1 SKN St. Pölten

Wien, Allianz Stadion, SR Jäger

Tor: 1:0 Dibon (9.), 1:1 Doumbouya (22./Elfmeter), 2:1 Schösswendter (57.)

Rapid: Strebinger - Dober (46. Thurnwald), Schösswendter, Dibon, Schrammel - Szanto (60. Auer), Malicsek - Traustason (78. Joelinton), Hofmann, Kuen - Jelic

St. Pölten: Riegler - Stec, Huber, Diallo, Pîrvulescu - Ambichl, Martic (76. Brandl), Petrovic, Drazan - Doumbouya, Hartl (76. Luckassen)

Gelbe Karte: Dober (21.), Schösswendter (34.) bzw. Hartl (31.)

SV Ried 2:3 SV Mattersburg

Ried, Keine Sorgen Arena, SR OuschanDie Partie in Ried wurde von Schiedsrichter Ouschan wegen mehrerer Gegenstände, die auf das Feld geworfen wurden, kurzfristig unterbrochen.

Tor: 0:1 Perlak (4.), 0:2 Bürger (20.), 1:2 Nutz (53.), 1:3 Seidl (78.), 2:3 Möschl (83.)

Ried: Gebauer - Hart (6. Bergmann), Reifeltshammer, Özdemir, Marcos - Zulj, Prada - Möschl, Nutz, Elsneg (49. Fröschl) - Ademi (47. Walch)

Mattersburg: Kuster - Farkas, Mahrer, Rath, Novak (70. Maksimenko) - Erhardt, Jano - Templ (77. Maierhofer), Perlak (59. Seidl), Röcher - Bürger

Gelbe Karte: Elsneg (35.) bzw. Bürger (25.), Seidl (67.), Mahrer (75.)