Sport | Bundesliga
24.08.2017

Mensah für die Perspektive, Petsos für die Hinterhand

Rapid will ein Talent von Helsinki, denkt an einen Bekannten und mit Ajax gab es Stress

Eine dramatische letzte Transferwoche wartet auf Rapid. Am Mittwochnachmittag wurden immer noch "letzte Details" mit Ajax Amsterdam wegen Max Wöber verhandelt. "Ich verspüre keinen Druck, nachzugeben", sagte Sportdirektor Fredy Bickel. "Im Fall der Fälle fliegt Max eben wieder nach Wien und wir verhandeln nach dem LASK-Spiel weiter."

Viel wahrscheinlicher war freilich, dass der Rekordtransfer nicht an Kleinigkeiten scheitert und Rapid die Verpflichtung von Lucas Galvão aus Altach als Ersatz fixieren kann. So war es dann nach nächtlichen Gesprächen auch. Rapid hat am Donnerstag um 10 Uhr den Transfer offiziell verkündet:

https://kurier.at/sport/bundesliga/einigung-rapids-woeber-ist-fix-bei-ajax/282.362.211

Ebenfalls ins Finale gehen die Verhandlungen über den gesuchten "Perspektivspieler". Der Favorit ist der 19-jährige Flügel Evans Mensah von Helsinki. Das Talent aus Ghana ist flink und klein, nämlich nur 1,65 Meter.

Zu teure Stürmer

Schwierig gestaltet sich der Abschluss des Königstransfers für den Angriff: Mehrere Kandidaten würden das Gehaltsgefüge sprengen. Das wollen die Hütteldorfer verhindern.

Da Ivan Mocinic bei seinen beiden Einsätzen für Rapid II kleinere Fortschritte gemacht hat als erhofft, wird auch über eine Verstärkung im defensiven Mittelfeld nachgedacht. Trotzdem reagiert Bickel verwundert auf die Meldung von Sky mit dem Titel "Thanos Petsos kehrt zu Rapid Wien zurück". Der Grieche ist derzeit bei Bremen Tribünengast.

"Wir haben bei den Vereinen von sechs Kandidaten angefragt, ob ein Wechsel möglich wäre. Petsos ist einer davon, aber wir haben nicht einmal ein Gespräch geführt", erklärt Bickel. "Falls wir überhaupt einen Sechser holen, kann man sich dann ausrechnen, wie groß die Wahrscheinlichkeit ist."