Sport | Bundesliga
04.11.2017

LASK gewinnt torreiches Spektakel in Altach

Nach frühem Rückstand drehte der LASK das Spiel in Altach und siegte am Ende mit 4:2.

Der LASK kam am Samstag in Altach zu einem 4:2-Auswärtssieg und steht damit zumindest bis Sonntag auf Platz vier in der Tabelle. Dabei hatten die Hausherren beim Duell mit dem Aufsteiger den besseren Start erwischt: Christian Gebauer traf nach 13 Minuten zur Altacher Führung. Kurz vor der Pause erzielte Mergim Berisha den Ausgleich für die Gäste, die auch nach der Pause besser ins Spiel kamen. Erneut traf Berisha und brachte den LASK in Führung (53.).

Die Freude währte nur sechs Minuten, dann erzielte Hannes Aigner mit einem sehenswerten Schuss aus der Drehung das 2:2 (59.). Erneut dauerte es nicht lange, ehe der Ball erneut im Netz zappelte: Thomas Goiginger traf nach Berisha-Vorlage zum 3:2 aus Sicht der Gäste (68.) und setzte nur sechs Minuten später mit dem 4:2 den Schlusspunkt unter eine unterhaltsame Partie (74.).


Fußball-Bundesliga - 14. Spieltag
Sturm Graz Rapid Wien 0:0 (0:0)
SCR Altach LASK Linz 2:4 (1:1)
Admira Wacker Wolfsberger AC 0:0 (0:0)
Austria Wien SV Mattersburg So., 14.00 Uhr
SKN St. Pölten Red Bull Salzburg So., 16.30 Uhr

Der LASK, der neuerlich mit defensiver Viererkette auftauchte, machte seine Sache von Beginn an gut. Altach fand gegen die aggressive Spielweise der Gäste vorerst keine Antwort, erst ein Fersler von Routinier Hannes Aigner im Mittelfeld brachte den Durchbruch. Mathias Honsak scheiterte im Konter zwar an Pavao Pervan, lieferte damit aber den Assist für "Abstauber" Gebauer.

LASK erwacht vor der Pause

Die Gäste lieferten den Vorarlbergern weiter ein offenes und flottes, aber lange Zeit chancenarmes Duell. Ein Schuss von LASK-Verteidiger Emanuel Pogatetz aus gut acht Metern, den Martin Kobras parierte (25.), sowie Kopfbälle Aigners (Pervan hielt/35.) und von LASK-Stürmer Rene Gartler (Kobras parierte/38.) schienen vor der Pause die einzigen Möglichkeiten zu bleiben. Dann aber kam die 45. Minute und Berisha: Altach-Kapitän Philipp Netzer konnte eine Flanke von Maximilian Ullmann nur vor die Füße des 19-jährigen Stürmers klären, der aus wenigen Metern einschoss.

Die Gäste waren sichtlich in Fahrt gekommen, hätten vor der Pause fast noch nachgelegt, Kobras gegen Goiginger und ein knapper Fehlschuss von Reinhold Ranftl standen der LASK-Führung aber noch entgegen. Bald nach Wiederbeginn gelang Berisha nach Goiginger-Assist dann doch das 2:1, der LASK hatte die Partie gedreht. Zumindest für sieben Minuten. Dann nämlich war Aigner mit einem unwiderstehlichen Schuss aus der Drehung und dem 2:2 zur Stelle.

Damit war die Fußballmesse in der Cashpoint Arena aber noch nicht gelesen. Denn just in einer Phase, in der die Hausherren wieder zu erstarken schienen, fand eine Hereingabe von Doppeltorschütze Berisha den Fuß Goigingers, der infolge einer nicht perfekten Kobras-Abwehr aus Kurzdistanz einschoss. Wenige Minuten später jubelte der 24-Jährige neuerlich, aus spitzem Winkel düpierte er Kobras mit einem Schuss aufs kurze Eck.

SCR Altach 2:4 LASK Linz

Altach, Cashpoint-Arena, SR Hameter

Tor: 1:0 Gebauer (13.), 1:1 Berisha (45.), 1:2 Berisha (52.), 2:2 Aigner (59.), 2:3 Goiginger (68.), 2:4 Goiginger (74.)

Altach: Kobras - Schreiner, Netzer (46. Piesinger), Zech, Müller - Dobras, Zwischenbrugger - Honsak (60. Tekpetey), Nutz (75. Ngwat-Mahop), Gebauer - Aigner

LASK: Pervan - Ullmann, Pogatetz, Ramsebner, Ranftl - Bruno (83. Riemann), Wiesinger, Trauner, Goinginger (87. Carius) - Berisha, Gartler (71. Grubeck)

Gelbe Karte: Netzer (2.), Schreiner (37.), Piesinger (70.) bzw. Gartler (53.), Riemann (90.)

Schmidt: "Es tut richtig weh"

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Es tut richtig weh, heute nicht angeschrieben zu haben, den Marschplan nicht umgesetzt haben zu können. Der LASK war deutlich aggressiver und in den entscheidenden Situationen auch spritziger. Es ist Fakt: Wir bekommen zu viele Gegentore, darüber möchten wir uns in der Länderspielpause Gedanken machen."

Oliver Glasner (LASK-Coach): "Wir waren in den 90 Minuten sicherlich den Tick besser als Altach. Weil wir es geschafft haben, mutig aufzutreten, früh zu stören und dem Gegner beim Spielaufbau keine Zeit zu lassen. Wir haben uns auch durch die Gegentore nicht drausbringen lassen. Im Vorfeld haben uns auch die Ausfälle nicht aus dem Konzept gebracht. Wir haben immer gesagt, dass es als Aufsteiger das Ziel ist, sorgenfrei durch die Liga zu kommen. Diese drei Punkte sorgen dafür, dass wir sorgenfrei in die Länderspielpause gehen können."