Sport | Bundesliga
30.05.2017

Das Wechselfieber ist in der Bundesliga ausgebrochen

Die Personalplanungen für die Saison 2017/2018 im Überblick.

Die Bundesliga 2016/ ’17 ist Geschichte. Meister Salzburg darf den zehnten Anlauf Richtung Champions League machen. Austria und Sturm spielen in der Europa- League-Qualifikation. In dieser ist auch Altach dabei, sollte Salzburg das Cupfinale am Donnerstag in Klagenfurt gegen Rapid gewinnen.

Die Sommerpause ist wie immer kurz. Was tut sich bei den neun in der Bundesliga verbliebenen Klubs?

Salzburg

Nach der würdigen Meisterfeier vor dem Schloss Kleßheim bekamen die Meisterkicker frei. Heute beginnt die Vorbereitung auf das Cupfinale. Weitere Abgänge sind wahrscheinlich: "Für Marc Rzatkowski und Stefan Stangl werden wir eine Lösung suchen, die für beide Seiten die beste ist", kündigte Sportchef Christoph Freund an. Und auch für Keeper Cican Stankovic könnte sich ein Transfer anbahnen.

Austria

Der Vize-Meister tritt zufrieden den Urlaub an. Der Abgang von Torschützenkönig Kayode ist eine Frage der Zeit. Trainer Thorsten Fink will die Kaufoption für Friesenbichler ziehen, mit Benfica muss noch verhandelt werden. Auch Ex-Ingolstädter Lukas Hinterseer soll für Fink ein interessanter Stürmer sein. Marc Janko ist derzeit kein Thema wie auch Trainingsgast Max Christiansen (GER/20/Ingolstadt).

Sturm

Mit dem Ex-Admiraner Jörg Siebenhandl, der mit Würzburg aus der 2. deutschen Liga abgestiegen ist, wurde ein neuer Keeper (Vertrag bis 2020) verpflichtet. Mittelfeldspieler Simon Piesinger könnte zu Aufsteiger LASK wechseln.

Altach

Donnerstag Abend wissen die Altacher, ob auch sie Europacup spielen. Auf den neuen Trainer kommen neben dem Abgang von Jäger (zu Nürnberg) weitere Kaderveränderungen zu. Als Favorit für den Trainerjob gilt laut KURIER-Informationen Oliver Lederer. "Altach ist immer eine interessante Adresse", sagt der bereits im Winter hoch gehandelte Ex-Admiraner. Als Assistent soll Thomas Hickersberger (hat auch Anfragen aus dem Ausland) mitkommen. Bei Rapid läuft der Vertrag des früheren Barisic-Assistenten aus. Mit Sportdirektor Fredy Bickel wurden Job-Möglichkeiten besprochen, es gab bisher keine Einigung.

Rapid

Mit dem Cupsieg soll die Saison und die Europacup-Qualifikation gerettet werden. Danach informiert Trainer Djuricin jene Spieler, mit denen er nicht mehr plant. Ein bis zwei Verstärkungen werden erhofft, um das Ziel für 2017/’18 ("Top 3") in Angriff zu nehmen.

Admira

Für Goalgetter Monschein (Vertrag bis 2019) gibt es mehrere Anfragen, die gebotene Ablöse ist der Admira allerdings zu niedrig. Die Verträge von Tormann Leitner und Grozurek wurden verlängert. Vastic und Wessely wurden verabschiedet.

Mattersburg

"Es ist nicht nur der Auftrag, den Kader zu verkleinern, sondern auch notwendig", sagt Coach Gerald Baumgartner nach dem starken Frühjahr – von 30 Profis auf rund 23. Farkas (Salzburg), Röcher (Sturm), Atanga (zurück zu Salzburg) und Templ sind weg. In der Offensive herrscht trotz der automatischen Verlängerung von Maierhofer Handlungsbedarf. Ein Thema sind Gruber (Sturm) sowie Renner (beide BW Linz).

WAC

Nach dem 508. Bundesliga-Einsatz beendet Joachim Standfest seine Karriere. Der 36-Jährige wird nach der Demontage aber auch nicht das Angebot im WAC-Nachwuchs annehmen. Sturm dürfte sich seine Dienste als Coach der Amateure sichern. Die nötige A-Lizenz für die Regionalliga hat Standfest bereits. Im Sturm ersetzt Bernd Gschweidl (Wr. Neustadt) Philipp Prosenik (zurück zu Rapid).

St. Pölten

Erst ab Platz 8 hätte sich der Vertrag von Trainer Jochen Fallmann automatisch verlängert. Trotzdem ist ein Verbleib möglich. "Für mich wäre die Unterschrift nur Formsache", sagt Fallmann. Ebenso für Sportchef Frenk Schinkels, der die PK nach dem 1:2 gegen Rapid crashte, sich als "Journalist einer ganz kleinen Zeitung" ausgab und per Mikrofon Fallmanns Vertrag verlängerte. Möglicherweise sein letzter Gag in St. Pölten: Nicht alle in der SKN-Spitze fanden das Vorgehen lustig. Montag Abend wurde über die Zukunft nach der haarscharfen Rettung diskutiert.