Sport | Bundesliga
02.02.2018

Alle Fragen für das Bundesliga-Frühjahr

Am Wochenende startet das letzte Halbjahr vor der Ligareform. Der KURIER liefert Antworten.

Morgen um 16 Uhr rollt wieder der Ball: Mattersburg eröffnet gegen Sturm das Frühjahr. Um 18.30 Uhr folgen die Partien Salzburg Admira, WAC – Altach und LASK – St. Pölten. Abgeschlossen wird die 21. Runde am Sonntag mit dem 325. Derby Rapid – Austria. Was ist zu erwarten? Ein KURIER-Überblick:

Wer ist neu im Frühjahr?

Wie bei Altach vor einem Jahr startet der Tabellenführer mit einem neuen Trainer ins Frühjahr: Sturm-Coach Heiko Vogel hat einerseits bei Basel bewiesen, dass er Titel gewinnen kann, andererseits im Nachwuchs des FC Bayern Spieler entwickelt. Der Deutsche ließ meist in einem offensiven 4-1-4-1 testen. Mit EURO-Teilnehmer Jakob Jantscher haben die Grazer auch den prominentesten Neuzugang präsentiert. Am aktivsten am Transfermarkt war das Schlusslicht: St. Pölten hat bereits eine Woche vor dem Ende der (erstmals bis 6. Februar verlängerten) Transferzeit sechs (fast durchwegs ausgeliehene) Neuzugänge präsentiert. Keine Zugänge gibt es bei Rapid. Sportdirektor Bickel hat die vor einem Jahr (!) begonnene Kaderreduktion nun abgeschlossen.

Was ist neu in der Bundesliga?

Da im Sommer auf das neue Format (12 plus 16 statt zwei Zehnerligen) umgestellt wird, kommt es zum einmaligen Comeback der Relegation. Der Letzte kann sich nach der 36. Runde gegen den Dritten der zweiten Spielklasse mit Hin- und Rückspiel retten.

Wer steigt ab?

Möglicherweise gar keiner. Die zwei Plätze für Fixaufsteiger würden nach dem momentanen Stand in der Infrastrukturfrage an Ried und Innsbruck gehen. Liefering darf (als zweiter Red-Bull-Klub) nicht rauf. Die beiden Kandidaten für die Relegation – Wiener Neustadt und Hartberg – würden mit ihren Stadien derzeit keine Lizenz für ganz oben bekommen. Ausweichlösungen sind nicht verboten, aber fraglich.

Wer spielt im Europacup?

Die ersten Vier der Tabelle plus der Cupsieger – das heißt, auch der Fünfte darf auf einen internationalen Startplatz hoffen (sofern ein Top-Klub den Pokal gewinnt). Neben dem Meister darf im Sommer auch der Zweite in der Quali zur Champions League starten.

Was passiert mit dem Cupfinale?

Das Finale wird erstmals bereits am 1. Mai in Klagenfurt ausgetragen. In der neuen Zwölferliga ist der vorgezogene und auf den 1. 5. festgelegte Termin Pflicht, damit vor dem finalen Play-off um die Europacup-Plätze klar ist, welche Klubs noch Chancen haben.

Bekommt Österreich wirklich einen Fixplatz in der Champions League?

Das wird sich wohl bereits beim Duell SalzburgReal Sociedad (15. und 22. Februar) im Sechzehntelfinale der Europa League entscheiden. Die Niederländer (alle Klubs out) sind kein Konkurrent mehr. Die Schweiz mit Basel (gegen Manchester City) und Tschechien mit Pilsen (gegen Partizan Belgrad) sind aber noch im Rennen.

Derzeit liegt Österreich auf dem angepeilten elften Platz. Sollte das auch am Saisonende so sein (und die UEFA den Modus offiziell bestätigen), stellt die Bundesliga in der Saison 2019/’20 tatsächlich einen Fixstarter in der Gruppenphase der Champions League.

Wie geht’s beim Fernsehen weiter?

Das übliche Sonntag-Livespiel im ORF ist mit Saisonende Geschichte. Laut KURIER-Informationen ist die geplante Aufteilung der Free-TV-Rechte fixiert: Sky verkauft an A1 TV das Recht weiter, vier Partien pro Saison live zu zeigen, der ORF bekommt die ausführliche Highlight-Show nach jeder Runde. Unterschrieben sind die Verträge aber noch nicht. Unmut gibt es auf der einen Seite bei Mitbieter ServusTV, auf der anderen bei Vereinen wie Rapid, die auf "klassisches Free-TV" mit mehr Reichweite gehofft haben.

Ist der Winter ein Problem für den Frühjahrsstart?

Nein. Selbst wenn es wieder kälter werden sollte, sind die seit einem Jahr vorgeschriebenen Rasenheizungen ein Garant für fünf Spiele am Wochenende. Bei der jährlichen Umfrage der Spielergewerkschaft VdF sind die Noten der Kicker für das Grün in den Stadien auffallend gut. Lediglich Schlusslicht WAC und die Admira fallen etwas ab. Der Sieg geht an Rapid, nachdem die Rasen-Probleme während der ersten Saison im Allianz Stadion komplett behoben werden konnten. In der Erste Liga ist der Rieder Rasen top.