Joelinton reibt sich im Rapid-Sturm auf, das Toreschießen gelingt dem Brasilianer aber nicht

© Agentur DIENER/DIENER / Philipp Schalber

Cup-Achtelfinale
10/26/2016

Ernstfall für Rapid beim Cup-Kuriosum gegen BW Linz

Schon wieder auf dem Sportclub-Platz zählt für Rapid und Trainer Mike Büskens nur der Sieg

von Alexander Huber

Blau-Weiß Linz empfängt Rapid, "zu Hause" auf dem Sportclub-Platz in Wien-Dornbach. Es wäre gar nicht so einfach, einem Fußball-Fan aus dem Ausland dieses österreichische Cup-Kuriosum im heutigen Achtelfinale (20.15 Uhr, Puls4 live) zu erklären.

Dass Rapid zum dritten Mal in Folge auf dem Sportclub-Platz antritt, aber wieder nicht gegen den Sportklub (der noch dazu mit k geschrieben wird). Dass Blau-Weiß üblicherweise in Linz in einem Stadion spielt, das um 33 Millionen renoviert wurde. Dass aber die Karate-WM in der Halle neben der Gugl ein Heimspiel unmöglich macht. Dass der Zustand des Rasens noch schlechter als üblich ist, weil bei Regen ein Rugby-Match ausgetragen wurde. Die Löcher im Untergrund wurden mit Sand aufgefüllt.

Müllers Optimismus

Bei Rapid versucht Andreas Müller, die Löcher zu stopfen. Intern wurde einiges besprochen. Nach außen gibt nach dem Derby der von Teilen der Fanszene geschmähte Sportdirektor die Linie vor: Ja, es gibt eine handfeste Krise. "Die harte Kritik ist gerechtfertigt, auch die Wut der Fans." Aber: "Nur die Ergebnisse haben sich noch nicht geändert, die Richtung stimmt hingegen wieder."

Müller erklärt: "Es gab schwache Auftritte wie gegen den WAC oder St. Pölten. Das 2:4 in Ried war dann die Katastrophe schlechthin. Ich habe damals die Finger in die Wunde gelegt. Seither ist die Mannschaft zusammengewachsen. Die Leidenschaft, das Kreieren von Chancen, die taktische Arbeit, das Zurückkämpfen – das alles stimmt jetzt wieder."

Heute muss der nächste Schritt, also ein Sieg, kommen: "Die Mannschaft muss sich belohnen. Wir brauchen jetzt Ergebnisse." Zur Lage von Trainer Mike Büskens meint er: "Der Trainer geht mit der Situation sachlich um. Intern wird ruhig gearbeitet. Gegen Linz ist das positive Ergebnis absolut notwendig. Da gibt es intern wie extern die idente Meinung."

Schmidts Defensive

Die Aufgabe könnte aber schwieriger werden, als es Platz zehn in der Ersten Liga vermuten lässt. Seit Klaus Schmidt beim Aufsteiger Anfang des Monats das Traineramt übernommen hat, gab es in drei Spielen kein Gegentor. 1:0 lautet das Torverhältnis, das auf eine massive Defensive schließen lässt. "Der Gegner hat sich nach dem Trainerwechsel wieder gefestigt. Wir sind gewarnt", sagt Büskens, der fünf verletzte Stammspieler vorgeben muss.

Das übliche, geduldige Kombinieren dürfte mit einer umgebauten Mannschaft auf dem holprigen Rasen gegen einen neuerdings kompakten Gegner ein riskantes Rezept sein.

Zumindest auf den Rängen wird es nach den Wickeln rund um das Derby friedlich sein: Die Linzer sind noch aus VÖEST-Zeiten mit Rapid befreundet. Und das neue "Feindbild" Müller? "Ich bin nicht fehlerfrei. Aber ich tue alles, um Rapid zu helfen. Wenn ich wieder den Kopf hinhalten muss und damit der Mannschaft helfen kann, halte ich das aus."

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