Verzweiflung: Traustason vergab die besten Chancen.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Bundesliga
02/20/2017

Auf und Ab in Wien: Austria trifft, Rapid hadert

Den Violetten gelang der höchste Sieg in Graz. Die Rapidler haben Probleme, überhaupt das Tor zu treffen.

von Alexander Huber, Harald Ottawa

Die Gesichter waren freilich schon länger in Wien-Favoriten. 4:0 bei Sturm gewinnt man nicht alle Tage, für die Austria war es gar der höchste Sieg bei den Steirern. Kapitän Alexander Grünwald, der die Austria nach einer Stunde in Führung brachte, sieht sein Team auf richtigem Weg. "Wir stehen hinten sehr kompakt, vorne sind wir immer für ein Tor gut." Platz zwei, für Grünwald das Minimalziel, ist so keine Illusion.

Von Euphorie ist man weit entfernt – zu schlecht agierte Sturm. Auch das selbst Gezeigte war vor dem 1:0 eher mittelprächtig. Lange passte man sich des Gegners Spiel an, verabsäumte nachzurücken, auch bei den Standards schaute lange wenig heraus. Freilich, die späte Torflut entschädigt für vieles. Da klappte das famos, was die Austria aufgrund der schnellen Offensivspieler ohnehin beherrscht: das Kontern. Am Samstag gibt es zuhause gegen Altach ein ganz anderes Spiel, da werden die defensiv starken Vorarlberger nicht zum Kontern einladen.

In Hütteldorf herrschte nach dem Schlusspfiff hingegen Enttäuschung und auch ein Hauch von Verzweiflung. Nur 0:0 gegen die Admira – nach dem Last-Minute-Ausgleich der Austria der zweite Tiefschlag im zweiten Spiel 2017. "Momentan ist bei Rapid nichts leicht. Wir müssen im Training weiter hart arbeiten, sudern hilft nicht", urteilt Christopher Dibon.

Starke Viertelstunde

Kurioserweise hatten die 17.300 Fans davor die beste Rapid-Viertelstunde unter Damir Canadi gesehen: zwischen der 30. und 45. Minute wurden die Gäste genau so eingeschnürt, wie es der Cheftrainer will. Mit Aggressivität, kurzen Ball-Haltezeiten, klugen Spielverlagerungen und viel Druck nach vorne. Mit dem neuen 3-4-2-1 setzte Canadi übrigens exakt auf jenes System, mit dem Antonio Contes Chelsea die Premier League dominiert.

Allein: ohne Treffer wird der Druck in Hütteldorf immer größer, während das Selbstvertrauen vor der Partie beim WAC leidet. Es fällt auf, wie wenige Schüsse aufs Tor gehen. Wie im Derby wurden Versuche aus bester Position sogar von Verteidigern geklärt. "Vielleicht denken wir vor dem Tor zu viel nach", erkennt Dibon Zögerlichkeit.

Canadi betonte zwar die positiven Aspekte, der Rückfall nach der Halbzeit ist aber besorgniserregend. Admira-Trainer Buric hatte mit der Umstellung auf ein defensives 4-3-3 Rapid den Schwung genommen. Canadi kontert trotzig: "Vielleicht kehren wir nächste Saison stärker zurück als wir jemals waren."

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