Arnor Ingvi Traustason (Mi.) ließ die besten Rapid-Chancen aus.

© APA/HERBERT NEUBAUER

Grüner Blues
02/18/2017

Rapid im Mittelmaß: Nur 0:0 gegen die Admira

Die Südstädter verteidigten den Punkt kämpferisch, die Hütteldorfer fielen in Hälfte zwei ab.

von Alexander Huber

So wird das nichts mit dem Europacup für Rapid: Auch im zweiten Frühjahrsspiel gelang kein Sieg. Viele vergebene Chancen in Hälfte eins und viele Fehler in Hälfte zwei ergaben ein 0:0 gegen eine stabile, aber biedere Admira.

Dabei waren die Südstädter der letzte Liga-Gegner ohne Punktgewinn gegen die Hütteldorfer. Obwohl vor der Pause spielerisch deutlich zugelegt wurde, bleibt die Bilanz von Damir Canadi äußerst bescheiden. Von zehn Pflichtspielen gewann der Rapid-Trainer nur zwei.

Blitzstart der Wiener

Bereits nach 16 Sekunden hatte Andreas Kuen abgezogen. Auch Arnor Traustason traf aus kurzer Distanz nicht ins Tor (2.). Mittelstürmer Giorgi Kvilitaia wurde im neuen 3-4-2-1-System zwei Mal in Szene gesetzt, aber in letzter Sekunde von der kämpferischen Admira-Defensive abgeblockt. Ein Lackner-Weitschuss auf der Gegenseite rundete die spektakulärste Startphase ab.

Nach 20 Minuten kamen die Gäste besser ins flotte Spiel. Trainer Damir Buric hatte Thomas Ebner wieder verschoben, diesmal an die rechte Flanke. Mit den Offensivversuchen war es nach einer halben Stunde aber schon vorbei. Es folgte die bisher beste Rapid-Viertelstunde unter Canadi mit Dauerdruck, schönen Ballstafetten und einem überragenden Stefan Schwab. Nur das Entscheidende fehlte – die Tore.

Traustason mal drei

Vor allem Traustason bekam dazu die Chancen. Ein Freistoß strich um Zentimeter vorbei (30.). Nach einem perfekten Konter über Louis Schaub zögerte der Isländer im Abschluss zu lange (31.). Und nach feiner Vorlage von Kvilitaia schoss der Rekordeinkauf aus nur sechs Metern drüber (38.).

Der Schwung kam in der Pause abhanden. Die Südstädter konnten Rapid besser von der gefährlichen Zone fernhalten und wurden nach einem Rapid-Corner (!) selbst gefährlich. Zwar nicht durch Christoph Monschein, der immer wieder von Mario Sonnleitner gestoppt wurde, sondern durch Srdan Spiridonovic. Der Flügel verfehlte sein Ziel knapp (57.).

Hofmann als Joker

Zum Jubeln hatten die 17.300 Fans erst nach 73 Minuten wieder Grund. Steffen Hofmann wurde eingewechselt und kam zu seinem erst zweiten Liga-Einsatz im Allianz Stadion. Weil die Offensivpower komplett verloren gegangen war, kam nach 82 Minuten der nächste Profi-Debütant: Alex Sobczyk. Prompt stand der 19-jährige Stürmer im Fokus. Nach Kuen-Flanke wurde er von Markus Pavic gestoßen. Schiedsrichter Oliver Drachta sah kein Elfmeter-Foul.

Wie im Derby die Austria, legte diesmal Rapid in der Nachspielzeit nochmals zu. Tamas Szanto vergab in Minute 94. Ganz schwach: Von 15 Torschüssen musste Leitner nur zwei halten.

Kurios: Die einzige Großchance hatte die Admira nach Ablauf der Nachspielzeit. Joker Philipp Posch war im Konter auf und davon, scheiterte aber an Tobias Knoflach.

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