ski-wm-news 07.02.2017

Schmidhofer im Super-G von St. Moritz sensationell zu Gold

Die alpine Ski-WM in St. Moritz hat mit einem Paukenschlag gewonnen. Keine der großen Favoritinnen, sondern die Steirerin Nicole Schmidhofer, die im Weltcup bisher zwei Podestplätze vorzuweisen hat, fuhr am Dienstag auf der Piste Engiadina zu Super-G-Gold. Silber ging an die Liechtensteinerin Tina Weirather (+0,33 Sekunden), Topfavoritin Lara Gut (0,36) aus der Schweiz blieb die Bronze-Medaille.

Schmidhofer holte die insgesamt siebente Damen-WM-Goldene für den Österreichischen Skiverband (ÖSV) im Super-G. Die 27-Jährige war im Weltcup bisher einmal Dritte einer Abfahrt und Zweite im Super-G, Schauplatz war in beiden Fällen Cortina d'Ampezzo. Ihre beste Saisonplatzierung war der vierte Platz im Super-G in Garmisch-Partenkirchen.

"Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", meinte Schmidhofer nach ihrer Fahrt im ORF-Interview. "Ich bin am Start gestanden, habe mir vorgenommen, das wie ein Training zu sehen und das Drumherum wie ein Weltcup-Rennen. Ich habe probiert, das Ganze so weit wie möglich wegzuhalten, dass es eine Weltmeisterschaft ist", sagte die Weltmeisterin.

Weirather freute sich über ihre erste Medaille bei einem Großereignis. Die Tochter der Ex-Rennläufer Hanni Wenzel und Harti Weirather war mit gebrochener Hand unterwegs, kommentierte dazu aber nur salopp: "Es braucht niemand eine Hand zum Skifahren." Gut war glücklich, nach einer für sie durchwachsenen Fahrt trotzdem Bronze gewonnen zu haben. "Wenn ich noch einmal oben sein würde, würde ich es anders fahren", erklärte die "Hausherrin".

Die anderen Medaillen-Kandidatinnen erwischten keinen guten Tag. US-Star Lindsey Vonn schied im Mittelteil wie auch Titelverteidigerin Anna Veith aus, die Salzburgerin kam mit guter Zwischenzeit nach einem Fahrfehler nicht mehr auf Linie und schwang ab. Die Italienerin Sofia Goggia belegte unmittelbar vor der Slowenin Ilkha Stuhec den zehnten Platz. Zweitbeste ÖSV-Dame war Stephanie Venier als Siebente. Christine Scheyer kam auf Platz 15, Tamara Tippler wurde 20.

( Agenturen , jw ) Erstellt am 07.02.2017