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Romy
02/25/2019

Verena Altenberger

Mit "Die beste aller Welten" und "Magda macht das schon" zum Shooting-Star geworden, legte Verena Altenberger mit "Das Wunder von Wörgl" nach.

Verena Altenberger ist ein schauspielerisches Multitalent, das in den unterschiedlichsten Bereichen für Aufmerksamkeit sorgte. Im hochgelobten und mehrfach auch international ausgezeichneten österreichischen Film "Die beste aller Welten" hat sie eine drogensüchtige Mutter gespielt, die sich trotzdem rührend um ihren Sohn kümmert.

Von dort ist es ein weiter Weg zu den Hauptabend-Terminen des öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender - aber auch dort ist Altenberger längst Erfolgsgarantin. Sie punktet als resolut-witzige Haushaltshilfe  in "Magda macht das schon" (RTL), und ist beim BR- "Polizeiruf 110" zur Nachfolgerin von Matthias Brandt alias Hauptkommissar Hanns von Meuffels gekürt worden.  Zuletzt war sie auch in David Schalkos Neuverfilmung des Klassikers "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" zu sehen.

Für die Jury entscheidend war aber ihr Spiel in "Das Wunder von Wörgl", in dem Altenberger Karl Markovics, ihrem Mann und Bürgermeister, zur Seite steht. Mit großer darstellerischer Präsenz gibt sie den Fels in der Brandung, die selbstbewusste wie sensible Ehefrau und treibende Kraft hinter dem Wirtschaftsexperiment, das Not linderte, aber vom Staat nicht gewollt wurde.

Wie so oft bei Schauspiel-Karrieren stand auch bei der Pongauerin zu Beginn eine Enttäuschung: Mit 18 bewarb sie sich am Max-Reinhardt-Seminar und wurde abgelehnt - sie hatte ihren Text aus dem Reclam-Heft abgelesen. Also versuchte sie es am Konservatorium und das schloss sie 2015 ab. Daneben war Altenberger, die viele Sprachen spricht und selbst über Grundkenntnisse in Jiddisch und Türkisch verfügt - sogar bei einer Statisten-Agentur gemeldet, denn der Berufswunsch Schauspielerin war immer irgendwie da.

Ab 2010 war die sehr sportliche Altenberger, deren Stimme man auch aus der Werbung kennt, Teil des Jungen Burg Ensembles. In der Saison 2013/14 verkörperte sie dann am Burgtheater in der "Gestiefelte Kater" die Lore, 2015 am Volkstheater Wien in "Haben" die Rolle der Rozí.

Ihre Karriere führte sie von vielen Nebenrollen in TV-Serien - z. B. verkörperte sie in den "CopStories" die Chantal - hin zu Spielfilmen wie Stefan Ruzowitzkys „Die Hölle“. Im in Wien gedrehten „Mission: Impossible“-Film war sie ebenfalls zu sehen – allerdings nur ein paar Sekunden lang, weil sie von der Statistin zur Schauspielerin befördert wurde. Heute ist aber jeder froh, der sie länger zeigen kann.