Julia Koschitz

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Foto: Ruth Kappus

Einfühlsames Spiel und Publikumshits: Julia Koschitz hat viel zu bieten.

"Eine wunderschöne, melancholische Liebesgeschichte, die eigentlich nicht sein darf", sagt die österreichische Schauspielerin Julia Koschitz über die ZDF-Verfilmung die "Schweigeminute“. Siegfried Lenz erzählt in seinem Spätwerk von einem letztendlich tragisch endenden Verhältnis zwischen der Lehrerin Stella (Koschitz) und ihrem Schüler Christian (Jonas Nay). Einfühlsames Spiel zeichnet diesen Film aus, was Zuseher, die Kritik aber auch die Romy-Jury begeisterte und weshalb Julia Koschitz nach 2016 erneut für den österreichischen Film- und Fernsehpreis nominiert wurde.

Zur langen Liste an (Publikums-)Erfolgen kann Koschitz im ROMY-Jahr u. a. noch den von der Welt als "coolsten Fernsehfilm des Jahres“ bezeichneten Banken-Krimi "Vertraue mir" - wofür auch Koschitz‘ Film-Partner Jürgen Vogel ROMY-nominiert ist – und, nicht zuletzt, den Gassen-Feger "Das Sacher" zählen.   

Koschitz, Jahrgang 1974, wurde in Brüssel geboren, ist Österreicherin und lebt heute in München. Ihre Schauspiel-Ausbildung erhielt sie nach dem Abitur in Frankfurt am Franz-Schubert-Konservatorium in Wien. Von dort ging es direkt ins Engagement und sie spielte auf kleinen und mittleren Bühnen in Deutschland. Dort schlüpfte sie in Figuren wie die Marie in Büchners "Woyzeck" oder die Annie in Franz Xaver Kroetz‘ "Oberösterreich", sie spielte die Johanna in Schillers "Die Jungfrau von Orleans" aber auch die Sonja in Yasmina Rezas "Drei Mal Leben".

2006 erhielt Koschitz für die Titelrolle in Sven Grunerts Inszenierung von Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim" den Darstellerpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Einem großen Publikum bekannt wurde Koschitz aber durch Fernsehserien wie "Doctor’s Diary" oder "München 7". Das Engagement durch Franz Xaver Bogner, 2004, bezeichnet sie heute noch als großes Glück.

Zuletzt war sie vor allem in ernsten, anspruchsvollen Rollen zu sehen wie in dem mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Drama "Der letzte schöne Tag" oder in der ORF-Co-Produktion Das Wunder von Kärnten, das 2013 einen International Emmy Award erhielt.

2014 wurde Koschitz für „Pass gut auf ihn auf“ erstmals für die ROMY nominiert und mit dem Deutschen Schauspielerpreis, dem Bayerischen Fernsehpreis sowie der Goldenen Nymphe des Festival de Télévision de Monte Carlo  geehrt.

Im Kino war Koschitz unter anderem in zwei preisgekrönten Spielfilmen von Ralf Westhoff zu sehen: In der Speed-Dating-Komödie "Shoppen" gehörte sie als Susanna zum Hauptensemble, im Liebesfilm "Der letzte schöne Herbsttag" war sie die Hauptfigur Claire. Mit Westhoff drehte Koschitz 2013 zudem "Wir sind die Neuen". 2014 war sie Teil des Star-Ensembles in Florian David Fitz' Tragikkomödie "Hin und Weg".

Nach langer Absenz stand Koschitz in Hamburg mit der bitterbösen Satire "Ganzkörpereinsatz" wieder einmal auf der Bühne.

Romy 2017 - Best of Julia Koschitz

(Kurier.at) Erstellt am
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