Trinkgeld: "Stimmt so" stimmt nicht immer

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Foto: nordroden - Fotolia/Andrey Radchenko/Fotolia Symbolbild

Unterschiedliche Gepflogenheiten können auf Reisen zum Fettnäpfchen werden.

Wieviel Trinkgeld im Urlaubsland angemessen ist, ist eine Frage, die häufig erst aufkommt, wenn man bereits im Restaurant sitzt. Damit man nichts falsch macht oder gar jemanden beleidigt, hat die ÖAMTC-Touristik die Tipps zum "Tip" in beliebten Reiseländern der Österreicher zusammengestellt.

Italien und Kroatien

Wird kein Gedeck eingerechnet, gibt man üblicherweise fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages als Trinkgeld. Doch auch, wenn die Bedienung bereits inklusive ist, ist ein Trinkgeld üblich. Beim Taxifahren rundet man auf.

Spanien und Portugal

Zusätzlich zu dem meist im Preis inbegriffenen Bedienungszuschlag sind noch fünf bis zehn Prozent Trinkgeld üblich. Münzen unter zehn Cent werden allerdings nicht gern gesehen, auch wenn nur Tapas gereicht wurden. Bei Taxifahrten mit Taxameter sollte man den Betrag aufrunden. Gepäckträger erwarten ebenfalls ein kleines Trinkgeld pro Gepäckstück.

Frankreich

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Trinkgeld, Restaurant, Geldwe… Foto: EHStock/istockphoto In Frankreich lässt man nach dem Essen das Trinkgeld am Tisch liegen – rund 15 Prozent des Betrages. Außerdem bekommen sowohl Taxifahrer als auch Platzanweiser im Kino oder Theater eine kleine Zuwendung.

Griechenland

In Griechenland ist das Trinkgeld abhängig von der Art des Lokals. In Tavernen wird der Betrag aufgerundet, ansonsten sind fünf bis zehn Prozent üblich. Im Taxi wird ebenfalls aufgerundet.

Skandinavien

In Skandinavien gibt es keine einheitliche Regelung. Finnische und dänische Kellner erwarten keine Extrazuwendung. In Norwegen gibt man rund zehn Prozent, in Schweden wird aufgerundet.

Benelux

In belgischen, niederländischen und luxemburgischen Restaurants und Hotels ist das Trinkgeld schon im Preis enthalten. War das Service besonders gut, kann man fünf bis zehn Prozent des Rechnungsbetrages extra geben. In Luxemburg und den Niederlanden erwarten Taxifahrer ein Trinkgeld in Höhe von zehn bzw. 15 Prozent des Fahrpreises. In Belgien bekommen Platzanweiser im Theater oder Kino sowie Garderobiere einen kleinen Betrag.

Großbritannien und Irland

Getränke werden in Pubs in Großbritannien und Irland an der Bar bestellt, daher ist Trinkgeld hier unüblich. In Restaurants und Hotels ohne Bedienungszuschlag gibt man zehn bis 15 Prozent des Betrages als Trinkgeld. Taxifahrer erwarten ebenfalls etwa zehn bis 15 Prozent des Fahrpreises.

Trinkgeld außerhalb Europas

Two friends collecting money to paying in a restau Foto: Getty Images/istockphoto/LeoPatrizi/istockphoto

Asien

In Asien ist meist ein Bedienungszuschlag in Höhe von zehn bis 15 Prozent eingerechnet. Ein zusätzliches Trinkgeld ist daher eher unüblich. In touristisch stark frequentierten Regionen, beispielsweise in Thailand, auf den Philippinen oder auf Bali, hat sich das monetäre Dankeschön allerdings bereits durchgesetzt. In den Tourismuszentren Thailands wird alles unter zehn Baht, also rund 20 Cent, als unhöflich bewertet. Lediglich Taxifahrer erhalten in Thailand kein Trinkgeld, außer sie waren sehr hilfsbereit beim Tragen des Gepäcks.

USA und Kanada

Auch wenn die Rechnung einen Bedienungszuschlag beinhaltet, gilt es als unhöflich, kein Trinkgeld zu geben. 15 bis 20 Prozent sind üblich. In den USA finden sich am Ende der Rechnung auch häufig bereits berechnete "Tip"-Vorschläge. Taxifahrer erhalten 10 bis 15 Prozent.

Australien, Neuseeland

Plate with silverware and coins isolated on white … Foto: Shawn Hempel - Fotolia In Australien ist Trinkgeld nicht üblich. In Neuseeland kann man bei wirklich exzellenten Leistungen fünf bis zehn Prozent auf den Rechnungsbetrag aufschlagen. Allerdings wird mit Trinkgeldern meistens nicht gerechnet. Taxifahrer in Neuseeland erhalten nur dann Trinkgeld, wenn sie beim Gepäck behilflich sind.

Übrigens: Ist man außerhalb des Euro-Raumes unterwegs, kann es passieren, dass die Fremdwährung in der Geldbörse nicht für ein angemessenes Trinkgeld ausreicht. Dann kann man auch Euro hergeben – aber nur Geldscheine, denn Münzen können nicht umgetauscht werden.

(KURIER / cka) Erstellt am
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