Schladming teurer als New York

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Foto: Tourismusverband Schladming-Dachstein

Urlaub in Schladming während der Ski-WM kann ganz schön teuer werden.

Was Wien, Paris, New York und Schladming gemeinsam haben? Auf den ersten Blick nicht viel. Anfang Februar allerdings, wenn sich die internationalen Skistars in der Steiermark tummeln, wird das kleine Schladming zur großen Metropole - zumindest was die Kosten betrifft: Eine aktuelle Erhebung der Reiseplattform Tripadvisor zeigt: Die Hotelpreise liegen auf internationalem Niveau.

"Die Pisten werden teurer sein als die 5th Avenue."

"In jeder Destination die ein großes, bekanntes Sportereignis veranstaltet, ist ein Anstieg der Hotelpreise zu erwarten", sagt Pia Schratzenstaller, Pressesprecherin der Reiseseite. "Für alle Skisport-Fans, die es in diesem Februar nach Schladming zieht, werden die Pisten jedoch teurer sein als die 5th Avenue."

Marcel Hirscher, der Mann ohne Nerven, hatte im Ziel allen Grund zur Freude. Rund 40.000 Zuschauer im Zielraum und an der Strecke hatten den Salzburger siegen sehen wollen und er machte ihnen - und vor allem sich selbst - dieses Geschenk. Sowohl Goldmedaillengewinnerin Mikaela Shiffrin als auch die "silberne" Michaela Kirchgasser konnten sich die eine oder andere Freudenträne nach dem Damen-Slalom nicht verkneifen. Tolle Leistung von Marcel Hirscher beim WM-Riesentorlauf. Der Österreicher hielt  auf dem schwierigen Hang der enorm hohen Erwartungshaltung stand und holte Silber. Gold ging wenig überraschend an Ted Ligety. Erstes Gold für Österreich: Die rot-weiß-rote Auswahl wurde im Teambewerb ihrer Favoritenstellung gerecht und gewann vor Schweden und Deutschland. Jubelschrei der Überraschungssiegerin: Die Französin Marion Rolland holte in der Damen-Abfahrt Gold. Auch die Silbermedaille für die Italienerin Nadia Fanchini, die lange Zeit wie die Siegerin aussah, war eine Überraschung. Abfahrtsweltmeister: Aksel Lund Svindal wurde in der Königsdisziplin seiner Favoritenrolle gerecht und holte Gold. Bilder sagen mehr als tausend Worte. Nicole Hosp holte in der Superkombi der Damen Bronze und damit die erste Medaille für Österreich bei diesen Titelkämpfen. Nicht nur für Christof Innerhofer war der erste Trainingslauf für die WM-Abfahrt eine Herausforderung. "Oben ist es wie Wengen, unten wie Kitz und Bormio", beschrieb der Trainingsschnellste Hannes Reichelt die schwierige Abfahrtspiste. Ted Ligety konnte seinen Sieg im ersten Herren-Rennen lange nicht fassen. "Es ist cool, ich hatte nicht erwartet, dass ich heute Weltmeister werde. Es ist surreal." Tina Maze heißt die erste große Siegerin dieser WM. Die Slowenin verwies im Super-G die Schweizerin Lara Gut sowie die US-Amerikanerin Julia Mancuso auf die Plätze. Am Montag, dem 4. Februar 2013, um 19.36 Uhr wurde die 42. Alpine Ski-WM in Schladming für eröffnet erklärt. Zuvor hatten die Organisatoren der über einer Million Euro teuren Eröffnungs-Show so ziemlich alles, was Österreich zu bieten hat, gezeigt. Unzählige Begeisterte reisen nach Schladming, wenn die berühmte Planai-Abfahrt im Mittelpunkt der Ski WM steht.
  In Schladming läuft alles zusammen – das Zielstadion mitten im Zentrum, in dem sowohl die Damen als auch die Herren während der Ski-WM abschwingen, dazu der Medal-Plaza und der Hauptplatz in unmittelbarer Nähe. Zu Fuß geht’s von den Sportstätten zum Feiern, Bummeln oder vielleicht direkt in eines der nahegelegenen Hotels.
  Der „MedalPlaza“, das Schladminger Rathaus, bildet die großartige Kulisse für Zeremonien im Rahmen der Medaillenübergaben. Es wurde im Jahr 1884 von Prinz August Herzog zu Sachsen-Coburg-Gotha als Jagdschloss erbaut.
  Doch auch wer mit dem Sport-Großereignis nicht viel am Hut hat, muss nicht verzweifeln: Die Pisteneinschränkungen in Schladming sind während der Ski-WM minimal und die Region umfasst immerhin 232 Pistenkilometer.
  Die 4-Berge-Skischaukel mit Hauser Kaibling, Planai, Hochwurzen und Reiteralm wird während der gesamten Veranstaltung geöffnet sein.
  Die beiden 8er Sesselbahnen „Mitterhaus“ und „Märchenwiese“ sichern Jung und Alt Skischaukelvergnügen.
  Neben den weltmeisterlichen Pisten und Schauplätzen hat die Region noch weitere Plätze und Erlebnisse zu bieten:
  Wer etwas mehr Adrenalin sucht wird in den Funparks fündig. Die Auswahl reicht vom „Superpark Dachstein und Planai“ über „Snowvalley Planneralm“ bis hin zu „Blue Tomato“.
  All jene, die die traumhafte Umgebung ohne den speziellen Adrenalinkick – aber nicht minder atemberaubend erleben möchten, bietet der Sky walk am Dachstein einen schier grenzenlosen Ausblick.
  Gemütlicher hat man es auf 490 Kilometer Langlauf Loipen, … … oder auf den insgesamt 288 Kilometer langen Winterwanderwegen in der gesamten Region. Das Freizeitangebot reicht vom Paragleiten über Iglu-Bauen bis hin zu Pferdeschlittenfahrten sowie Rodeln.
  Neben der Sonderausstellung „Das alte Ägypten“ gibt es im Dachstein Eispalast noch viele weitere Attraktionen zu sehen. Als Zuckerl für die WM wurden in der Region auch einige Erweiterungen und Modernisierungen realisiert.
  Pisten wurden verbreitert, drei neue Brücken errichtet, Tunnels gebaut, Speicherteiche angelegt… … und die Schneeanlage so verstärkt, dass die Grundbeschneiung bei passenden Temperaturen nur mehr 50 Stunden dauert.
 

Der Blick auf die Hotelpreise im Detail

Im Zeitraum des alpinen Ski-Events Anfang Februar steigen die Kosten für die Übernachtung im Hotel an. Dazu hat Tripadvisor die Preise in drei und vier Sterne Hotels in Schladming mit deren Äquivalenten in Wien, Salzburg, Paris, London, New York und Los Angeles verglichen. Im Gesamtüberblick wird deutlich, die Preise in der Steiermark-Destination sind im Schnitt 33 Prozent höher als in den anderen untersuchten Großstädten. Innerhalb Österreichs ergibt sich ein Anstieg von durchschnittlich 111 Prozent. Verglichen mit London und Paris ist die Übernachtung in Schladming zur Zeit der Weltmeisterschaft um 30 Prozent höher. In den amerikanischen Metropolen der Gegenüberstellung, New York und Los Angeles, zahlen die Besucher in dieser Periode 25 Prozent weniger als in der Steiermark.

Außerhalb der Veranstaltungswochen stellt sich der Preisunterschied wie folgt dar: Im Gesamtdurchschnitt sind die Preise in Schladming neun Prozent niedriger. Im Europa- und USA-Vergleich sogar zwölf Prozent geringer. Einzig in der Inner-Österreich-Gegenüberstellung zeigt sich, Schladming ist auch außerhalb des Ski-Events um 49 Prozent teurer als äquivalente Hotels in Salzburg oder Wien.

(KURIER / cka) Erstellt am
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