Teneriffa. Wander- und Naturparadies. Strand-Fans kommen im Süden auf ihre Kosten, der Norden ist schroffer und bizarrer. Natur-Highlight ist der Vulkanberg Pico del Teide, der höchste Berg Spaniens.

© Peter Smola/pixelio.de

Teneriffa
11/13/2013

Ewiger Frühling statt Herbstnebel

Die Kanaren-Insel lockt mit schönen Stränden im Süden und wilden Schluchten im Norden.

Raureif, Hochnebel und Herbstdepression? Das perfekte Gegenmittel heißt Teneriffa. Badetemperaturen im Inselsüden und herrliches Wanderwetter bis zum höchsten Gipfel Spaniens – und alles das gibt es gerade jetzt recht preiswert.

Playa de las Americas ist der Hotspot des pauschalen Bade- und Partytourismus, mit Lokalen ohne Ende und der mit 16 Kilometern längsten Fußgängerpromenade Europas. Gleich daneben liegt der herrliche Strand von Los Cristianos, hinter dem man auch ruhige Privatzimmer finden kann – durch den nahen Hafen ist das außerdem der optimale Platz für Fährenausflüge nach La Gomera oder La Palma.

Einen Traumstrand gibt es aber auch ganz oben im wilden Norden, an der Ostküste. In Las Teresitas, malerisch am Fuß des Anaga-Gebirges gelegen, ist für jeden Platz. In der Ferne sieht man sogar das gewaltige „Auditorium“, das der Oper von Sydney ähnelnde Konzerthaus der nahen Hauptstadt Santa Cruz. Wassersport, Bergwandern, Kultur und urbanes Vergnügen auf engstem Raum also.

„Bombe“ im Bergdorf

Jetzt im Herbst ist auf Teneriffa die perfekte Wandersaison, und das entzückende Bergdorf Masca ist das perfekte Ziel für Wanderfans. Das Dorf ist eines der spektakulärsten in Teneriffa. Wer mit dem Mietauto über die enge Bergstraße kommt, braucht gute Nerven. Etwa wenn ein Linienbus mitten in einer der unzähligen Haarnadelkurven vor dem Kühler aus dem Nebel auftaucht, rechts ist die Felswand, links das Bodenlose.

Una bomba, por favor!“ – Dieses Anliegen wird in der Dorf-Bar „Casa Fidel“ recht oft geäußert. Die „Bomba“, ein frisch gepresster Saft aus Kaktusfeigen und Papayas, ist eine herrliche Vitaminbombe. Und die kann man brauchen, nach dem rund dreistündigen Aufstieg vom Meer durch die Schlucht ins 800 Meter hohe Masca.

Wir haben uns für eine ebenso spektakuläre, aber nervenschonendere Anreise nach Masca entschieden: für die Bootsfahrt von Los Gigantes (nach den gewaltigen Felsformationen im westlichsten Eck Teneriffas benannt) zur kleinen Anlegestelle unterhalb der Schlucht. Der folgende Aufstieg entlang eines steilen Bachbetts durch ausgewaschene Felshöhlen und Canyons ist atemberaubend. Dass ein rascher Wetterumschwung den Bach rasch zu herabstürzenden Wassermassen werden lassen kann, wirkt sich auch nicht gerade tempoverringernd auf die Wanderer aus.

Wetter-Kapriolen

Wetterumschwung passiert auf Teneriffa überhaupt ganz schnell, das Teno-Gebirge kann binnen einer Stunde von Hochsommer auf Spätherbst, von 25 auf 15 Grad, und retour, wechseln. Dafür ist hier die Natur spektakulär, sanfte Lorbeerwälder und grüne Wiesen, auf denen Ziegen grasen, wechseln mit schroffen Felszinnen und tollen Ausblicken aufs Meer. Ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen ist das Küstendorf Los Silos im Norden des Teno. Ein Abstecher lohnt sich auch in das entzückende Städtchen Garachico.

Ein Highlight ist die Besteigung des Teide, des mit 3718 m höchsten Berges Spaniens. Dort oben kann es ab dem Herbst schon einmal ein Schnee-Häubchen geben. Egal, ob man vom Fuß des Kraters oder nur die letzten 160 Meter von der Seilbahnstation aufsteigt: Für den Gipfelsturm braucht man eine behördliche Genehmigung, die nur für eine exakt vorgegebene Zeitspanne von zwei Stunden gilt.

Gefährliche Pfefferoni

Zu jeder Jahreszeit ist Teneriffa nicht nur für Wanderer, sondern auch für Feinschmecker empfehlenswert. Von der würzigen Gemüsesuppe in Rasthäusern über Tapas (spanische Imbisse) in den Beisln der Städte, bis zu herrlich frischem Fisch und Meeresfrüchten findet man alles. Besonders lecker: der nach allen Gewürzen der Insel schmeckende gebratene Ziegenkäse. Die Beilage zu all dem ist oft die Krönung: Papas arrugadas, Kartoffeln, serviert mit köstlichen Mojo-Saucen.

Heimtückisch, aber köstlich sind die Pimientos de Padron – frittierte gesalzene Mini-Pfefferoni, die meistens mild sind. Nur manchmal ist ein scharfer dabei. Wer sich das ansehen lässt, muss nach kanarischem Brauch die nächste Getränkerunde zahlen.

Kanaren im Aufwind

Die beliebtesten Inseln Spaniens

Die Auswahl der "Travellers‘ Choice Awards"-Inseln basiert auf der Qualität und Quantität der am besten bewerteten Hotels, Restaurants und Attraktionen, die für jede Insel auf der Reiseplattform Tripadvisor gelistet sind – im Zeitraum eines Jahres.

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