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Reise
07/16/2019

Schnell-Check: Diese neun Fehler sollten Zugreisende vermeiden

Hektik bei der Abreise und Vorfreude auf den Urlaub lassen Selbstverständliches oft in Vergessenheit geraten.

von Stefan Hofer

Ein kurzer Knigge, wie Sie Reisen mit dem Zug für sich und vor allem für andere Passagiere angenehmer gestalten. Oft ist Feingefühl gefragt.

Fehltritte, die es zu verhindern gilt

1. In den Zug drängeln. Es klingt banal: Reisende zuerst aussteigen lassen. Erst dann einsteigen.

2. Privatsphäre missachten: Im Familien- oder Kinderabteil kommen Gleichgesinnte natürlich schnell ins Gespräch. Tratschen in ausgewiesenen Ruhezonen ist dagegen ein absolutes No-Go. Rufen Sie sich also ins Bewusstsein, in welchem Abteil Sie sitzen. Sollten Sie auf einer längeren Fahrt Einschlafen, vergewissern Sie sich zudem, auf welcher Schulter ihr Kopf zu liegen kommen könnte. Wenn Sie gemeinsam mit der Person verreisen, ist das okay. Ansonsten nicht.

3. Neue Technologien lautstark nutzen: Kopfhörer sind für Reisende, die auf längeren Zugfahrten Filme auf dem Tablet anschauen, Pflicht. Oder möchten Sie, dass Ihnen das Ende der neuesten Netflix-Serie zu Ohren kommt? Klar ist auch: In den Laptop oder in das Smartphone eines Mitreisenden starren - oder darüber sogar ein Gespräch starten - geht gar nicht.

4. Dauernd telefonieren: Ständiges Telefonieren, ohne Ankündigung und im schlimmsten Fall lautstark noch dazu, sollte vermieden werden. Handyklingelton auf lautlos stellen.

5. Sitze und Gang mit Gepäck blockieren: Jeder Flugreisende weiß, welche Ausmaße sein Koffer beim Check-In haben darf, jeder Autobesitzer kennt seinen geliebten Kofferraum. Faustregel: Ein Stück Traglast (also ein großer Koffer) und ein Handgepäck. Wie im Flugzeug unterm Sitz, in der Gepäckablage oberhalb oder in den eigens dafür vorgesehenen Gepäckregalen in Großraumabteilen verstauen. Das sollte Ihnen Diskussionen mit anderen Passagieren in vollen Zügen ersparen.

6. Geruchsintensives Essen: Proviant für die Zugfahrt mitnehmen ist richtig und in Ordnung. Nicht jeder kann oder will sich das Bord-Restaurant leisten, sofern eines vorhanden ist. Es braucht keine Geruchspolizei, doch Döner und Burger, schnell noch vor Fahrtantritt gekauft, sorgen beim Auspacken und Verspeisen zu Recht für Naserümpfen im Waggon. Auch der schmackhafte Vorarlberger Bergkäse, der vom Ländle nach Wien im Railjet mitgeführt wird, sollte vorsichtshalber in der Verpackung bleiben. Das ganze Abteil riecht ungefragt mit.

7. Schuhe ausziehen: Siehe obiges Thema Geruch.

8. Müll liegen lassen: Verpackungsreste, Zeitung, Dosen etc. entweder in den dafür vorgesehenen Abfallbehältern entsorgen oder - wenn diese schon voll sind - selbst wieder mit aus dem Zug nehmen und fachgerecht entsorgen.

9. Lautstark lamentieren: Der Ton macht die Musik. Beispiel: Sie müssen nicht zwangsläufig die Verspätungsdurchsagen des Schaffners für alle im Waggon hörbar mehrmals wiederholen. Der Zug wird in den meisten Fällen dadurch nicht schneller sein Ziel erreichen.

Haben Sie weitere Tipps für ein angenehmes Miteinander im Zug? Dann posten Sie Erlebnisse oder konstruktive Vorschläge darunter.