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Reise
01/14/2019

Schladming-Dachstein testet ersten Helm mit Augmented Reality

Futuristisch: Skifahrer und Snowboarder können den Helm mit Minikamera, Headset, GPS und Navi derzeit gratis testen.

von Caroline Kaltenreiner

Die Digitalisierung macht auch auf den Pisten keinen Halt. Was für die einen wie Zukunftsmusik klingen mag, wird derzeit in der Region Schladming-Dachstein bereits getestet: Der "smarte" Helm. Weltweit einzigartig können Gäste in der Steiermark den neu entwickelten Ski- und Snowboardhelm “Mohawk” testen, der mit Augmented-Reality-Technologie (AR) ausgestattet ist. (Anmerkung: Das ist die Technologie, die auch beim Spiel Pokémon Go eingesetzt wurde.) Über eine eingebaute Minikamera wird die Umgebung auf der Piste erfasst, am Visier kann der Nutzer visuelle Daten wie Geschwindigkeit, Höhenmeter und ein Navigationssystem abrufen. Eingebaute Kopfhörer und ein Mikrofon ermöglichen die Live-Kommunikation mit Freunden per Text Messaging, Audio oder Video. Besonders nützlich: Ein SOS-Knopf, der in Notsituationen lebensrettend sein kann.

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Kostenlos testen auf der Planai

Entwickelt wurde der “Mohawk" vom israelischen Startup-Unternehmen Ride On. Gründer und CEO ist der ehemalige F16-Kampfpilot Alon Getz, der bereits bei seinen Flugeinsätzen AR-Technik in Pilotenhelmen nutzte und diese auch entwickelte. Nun will er ausgiebiges Feedback zu seinem, für die Piste weiterentwickelten, Produkt einholen. Interessierte Skifahrer und Snowboarder können den Helm aktuell bei Intersport Planai eine halbe Stunde kostenlos oder für einen ganzen Tag ab 20 Euro testen, kurze Einschulung inklusive. Der offizielle Marktstart für den “Mohawk” ist für das kommende Jahr geplant.

Die wichtigsten Features

1. Geschwindigkeit und Höhe: Die Skidaten des Fahrers werden auf dem Bildschirm angezeigt, er behält sie während der Fahrt immer im Auge.
2. Music Player: Musik aus Wiedergabelisten spielen.
3. Navigation: Navigieren mit der AR-Pistenkarte und neue Points of Interest (POI) im Skigebiet finden.
4. Action Camera: Momente mit der 4K Action Camera aus Fahrersicht aufnehmen.
5. SOS: Der Helm kann per GPS von einem Kontrollzentrum des Betreibers überwacht werden. Der Fahrer drückt im Notfall die SOS-Taste, wird über den Helm angerufen und kann die Hilfe bekommen, die er braucht.
6. Kontrollzentrum: Vernetzung mit anderen Nutzern bzw. Freunden: Man kann die anderen Fahrer auf der Karte sehen und über das eingebaute Headset mit ihnen sprechen.

Weitere Infos und Reservierung des Testhelms online: www.getmohawk.com