Reise
08.07.2018

Bratislava - eine der grünsten Städte der Welt

Die slowakische Metropole ist die drittgrünste Stadt der Welt – nach Reykjavik und Auckland

Platz drei bei einem internationalen Ranking – das kann man schon herzeigen. Und die Tourismuszentrale von Bratislava macht das auch entsprechend und liefert dazu die Fakts, warum die Stadt so grün ist: Viele Parks, die Lage an der Donau und der Beginn des Karpatenbogens in den Außenbezirken.

Beginnen wir beim Letzteren. Vom Stadtzentrum aus ist es nur ein Katzensprung zum Waldpark am Fuße der kleinen Karpaten. Eine Grünlandschaft, die von Touristen und Einheimischen für Picknicks oder sportlichen Aktivitäten genutzt wird. Und wer es bequem haben will, kann den Sessellift zwischen den Erholungsgebieten Kamzik und Železná studnicka (Eisenbrünnl) nehmen. Oder Intensiv-Erfahrungen der natürlichen Art sammeln. Gibt es doch zwei Baumhäuser im Park, die gemietet werden können.

Hoch in den Baumkronen

Die Besucher finden es jedenfalls hochromantisch, was ein Eintrag in die Hauschronik zeigt. Notiert doch da ein Gast begeistert: „Irgendwann werde ich in dieses Märchen zurückkehren“.

Kein Märchen, sondern Tatsache ist, dass Bratislava und seine Umgebung dank der vielfältigen Landschaft zu den interessantesten Vogelbeobachtungsgebieten der Slowakei gehört. Für Spezialisten sei erwähnt, dass hier der recht seltene Zwergschnäpper, aber auch der „slowakische Papagei“ (der auffallend bunte Bienenfresser) gesichtet wurden.

An der Donau, genauer gesagt an der sogenannten Kleinen Donau kommt zum Grün noch Wasser. Oder wie es Ladislav Krechnyák, Spezialist für Wasserwandern und Paddelsport im Raum Bratislava, ausdrückt: „Bäume, die bis zur Wasserfläche überhängen, wunderschöne Buchten und viel Ruhe.“ Geeignet ist das Revier – es gibt Halb- und Ganztagsrouten – für Anfänger und erfahrene Wassersportler.

Wiener Gartenkünstler

Großen Wert auf Grünanlagen legte man bereits im königlichen Bratislava. Als Beispiel dient der barocke Garten bei der Burg, der erst kürzlich nach Plänen aus der Zeit von Maria Theresia erneuert wurde.

In diese Epoche fällt auch die Gründung des wohl ältesten öffentlichen Parks in Mitteleuropa: Der Sad Janka Krála am rechten Donauufer. Er hat eine Fläche von etwa 42 Hektar und wurde ursprünglich von dem Wiener Hofgärtner und „Gartenkünstler“ Karl Ritter im englischen Landschaftsstil designt. Die Wege sind – beeinflusst durch den französischen Barockstil – in Form eines achtzackigen Sterns angelegt. In den 1970er Jahren wurde die Anlage zwar umgestaltet, die wesentlichen Bestandteile blieben aber erhalten.

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