Reise
04/01/2019

Fünf Altstädte, die Sie kennenlernen sollten

Es muss nicht immer Prag, Madrid oder Rom sein: Wir zeigen historische Orte, die nicht von Touristen überlaufen sind.

Overtourism ist in aller Munde. Die Bilder von überlaufenen Städten erzeugen bei vielen Reisenden Unbehagen, aber es geht auch ohne Gedränge. Wer bereit ist, die ausgetrampelten Pfade zu verlassen, wird mit entzückenden Altstädten belohnt.

Der Tourenanbieter getyourguide.com empfiehlt fünf Orte mit wunderschöner Architektur, unvergleichlicher Geschichte und erstaunlicher Kultur.

Český Krumlov, Tschechien

Český Krumlov liegt etwa zwei Stunden südlich von Prag und eignet sich für einen Tagesausflug von der tschechischen Hauptstadt. Highlight der Altstadt ist das gleichnamige Schloss aus dem 12. Jahrhundert - von hier aus überblickt man den gesamten Ort. Die verwinkelten Gassen, die bunten Häuser gepaart mit den hölzernen Balkonen, lassen in der warmen Jahreszeit mediterranes Flair aufkommen.

Toledo in Kastilien-La Mancha, Spanien

Obwohl Toledo nicht zu den Haupttouristenzielen gehört, zählt der Ort südlich von Madrid die meisten Sehenswürdigkeiten Spaniens. In der Stadt der drei Kulturen lebten über Jahrhunderte hinweg Christen, Muslime und Juden zusammen und prägen bis heute das Stadtbild. Hinter den Stadtmauern finden Besucher ein kulturelles Erbe aus Kirchen, Palästen, Festungen, Moscheen und Synagogen. Aufgrund ihrer Vielfalt wurde die Altstadt der Hauptstadt von Kastilien-La Mancha zum Weltkulturerbe ernannt.

Manarola im Nationalpark Cinque Terre, Ligurien, Italien

Von Manarola, einem Ortsteil von Riomaggiore und Teil des Nationalparks der Cinque Terre, wurde jeder kleinste Meter genutzt, denn hier wurden die Häuser neben- und sogar übereinander gesetzt. Der Ort mit den bunten Häuschen ist lange Zeit ein Malerort gewesen, denn hier haben berühmte Künstler wie Renato Birolli gearbeitet. Von der Hauptstraße lässt sich der Ort über kleine Treppengassen links und rechts den Hang hinauf erkunden.

Colmar im Elsass, Frankreich

Colmar ist die drittgrößte Stadt im Elsass und vor allem für ihre gut erhaltene Architektur bekannt. Die Altstadt zeigt sich dabei in einem Farbenspiel aus Fachwerkhäuschen, bunten Blumen und kleinen Kanälen. Der von bunten Fassaden gesäumte "Quai de la Poisonnerie" führt an der Lauch entlang und ist ein beliebtes Fotomotiv bei Besuchern.

Kotor in Montenegro

Nicht mehr ganz so unbekannt ist der Balkanstaat Montenegro, insbesondere das UNESCO-Weltkulturerbe Kotor. Mit ihrer fjordartigen Erscheinung wird die Bucht auch als der südlichste Fjord Europas bezeichnet. Seit dem Mittelalter haben sich Stadt und Stadtmauer kaum verändert, so dass sie noch heute ein wahres Labyrinth aus Kopfsteinpflastergassen bilden. Die Befestigung erstreckt sich bis hoch in die Berge und bietet einen Panoramablick auf die Bucht und die Terrakotta-Dächer von Kotor.