© Adler Dolomiti Sport & Spa

Südtirol
08/05/2014

Dolomiten: Vom Mountainbike in den Whirlpool

Wer Aktiv- und Wellness-Urlaub miteinander verbinden will, wird im Südtiroler Grödner Tal fündig.

von Elisabeth Gerstendorfer

Schwerelos schwebt der Körper im warmen Salzwasser, die Ohren lauschen entspannendem Vogelgezwitscher. Der unterirdische Salzsee im Hotel Adler Dolomiti ist mit Meersalz angereichert – elf Prozent Salzgehalt versetzen die Gäste, die hier dank Terminvergabe fast allein im Wasser treiben, ans Tote Meer. Nach einer durchaus anspruchsvollen Tageswanderung zum "Seekofel" auf 2.810 Meter Höhe genau das Richtige, um den Tag entspannt ausklingen zu lassen.

Das Fünfsterne-Haus in St. Ulrich in Südtirol ist auf die Kombination von Aktiv- und Wellness-Urlaub spezialisiert. Die Verknüpfung ist durch den berühmten Südtiroler Bergsteiger und Filmschauspieler Luis Trenker quasi vorgegeben: Er wirkte 1926 beim Bau mit. Heute genießt man auf 1.236 Höhenmetern nicht nur die 3.500 Quadratmeter große Wasserlandschaft mit umfangreichem Spa-Angebot. Täglich werden auch zwei Wanderungen mit hoteleigenen Bergführern und unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad sowie Mountainbike-Touren in die Berge der Region angeboten.

Auf den Berg

Mit E-Bike und Mountainbike-Trainerin Verena geht es etwa nach Lajen und St. Peter, zwei ursprüngliche Bergdörfer, die aufgrund der hohen Wohnpreise im Tal in den vergangenen Jahren auch starken Zuzug von jungen Familien erleben. Bergauf kommt man je nach Steigung auf einen Schnitt von 16 km/h. Zum Vergleich: Nur mit Muskelkraft sind es etwa 7 km/h. Wer glaubt, dank Motor nicht treten zu müssen, der irrt - er unterstützt nur, wenn man selbst auch in die Pedale tritt. Immer im Blick: die Dolomiten. Sie umfassen das Grödner Tal, das aufgrund seiner vielen kleinen Bergseen und saftig grünen Wälder vor allem Italiener anzieht, aber auch viele Österreicher und Deutsche urlauben in Gröden. Im Film diente das Tal mehrfach als Kulisse. Roman Polanski drehte im Val Gardena, wie es auf Italienisch heißt, seinen Kinofilm "Tanz der Vampire", viele Spielfilme von Luis Trenker spielen hier. (Artikel wird unter der Bildergalerie fortgesetzt)

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Ambitionierte können die Radtouren ohne elektrische Unterstützung antreten. Sportlich ist auch die eingangs erwähnte Wanderung am Seekofel im Nationalpark Fanes-Sennes-Prags. Sie startet am Pragser Wildsee, der "Perle der Dolomiten". Tatsächlich liegt der smaragdfarbene See eingefasst von dunkelgrünen Wäldern und den Felswänden des Seekofels wie ein Juwel vor den Augen der Bergsteiger. Nicht erst seit der italoamerikanische Schauspieler Terence Hill hier die italienische Fernsehserie "Un passo dal cielo" (deutsch: "Nur ein Schritt bis zum Himmel") dreht, zählt der See zu den beliebtesten Ausflugszielen Südtirols. Bei der Tour mit Hotel-Bergführer Thaddäus lässt sich der charakteristische Schichtaufbau der Dolomiten entdecken. Auch vulkanische Spuren etwa grünblaues Gestein am Wegesrand, sind sichtbar. Die Gebirgskette, die den Südlichen Kalkalpen zugerechnet wird, ist seit 2009 Weltkulturerbe.

Magische Atmosphäre

Für gemütliche Wanderungen bietet sich die Seiser Alm, der "Hausberg" von St. Ulrich und die größte Hochalm Europas, an. Der Aufstieg ist mit der Gondelbahn möglich, eine Rolltreppe führt außerdem zur Talstation des Seceda, ein 2.519 Meter hoher Berg, der im Winter als Skigebiet und im Sommer zu Wanderungen und Bergtouren einlädt. Schlechtwetter lässt sich im Familienbetrieb, in dem auch die 90-jährige Seniorchefin hin und wieder das Silberbesteck nachzählt, ausgezeichnet übertauchen. Nebelverhangene Berge schaffen aus der Perspektive des warmen Whirlpools eine magische Atmosphäre.

Zwischendurch lohnt sich ein Spaziergang durch das bezaubernde St. Ulrich. Die lebendige Fußgängerzone des Ortes bietet romantische Winkel und Gassen, schön ist der Weg hinauf zur Talstation Seceda und wieder zurück. Untertags hat der 5.000-Einwohner-Ort kleine Boutiquen zu bieten – meist spezialisiert auf die sportlichen Aktivitäten der Region – sowie die seit vielen Jahrhunderten praktizierte Holzschnitzkunst. Die Grödner Künstler schnitzen ihre Figuren aus Zirbenholz, meist im Winter, verkauft werden sie dann im Sommer. Ein Besuch im Grödner Tal lohnt sich jedenfalls zu beiden Jahreszeiten.

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